Saturday, September 18, 2010

Samstäglicher Unfug mit NOM

Hey Leute,

Weil ich ein totaler Internet-Junkie bin und nicht mal einen Tag überlebe ohne hier auf meinem Blog irgendwas dämliches zum Besten zu geben, ich aber momentan nichts aufregendes zu berichten habe bzw. nicht immer so gigantisch, alle Themen & Tags meines Blogs vereinende Posts schreiben will, die eh niemanden interessieren, wird der heutige Post ein reiner FOOD-POST! (dafür schreibe ich ab jetzt mehr gigantisch-lange Sätze die so verschachtelt sind dass sie euch früher oder später das Hirn wegpusten :D)
Hier dreht es sich also einzig und allein ums ESSEN, vorrangig um ein kleines, sehr herbstliches Food-Review mit Foto und Rezept X3 und im Anschluss gibt es noch ein "Rezept" oder besser gesagt ein kleines Tutorial für Lasagne :)




EPIC PUMPKIN NOM


Freitag Abend hab ich bei meiner Mum ein gar köstliches Mahl bereitet bekommen! *sabber*
Normalerweise bin ich ja kein Fan von Kürbisgemüse (ich mag Kürbisse schon, aber nur optisch, nicht geschmacklich ^^" und die Kerne und deren Öl find ich auch okay) aber das Rezept das meine Mutter ausprobierte hat mich echt begeistert. Es stammt aus dem Seitenblicke-Magazin (ein österreichisches Society-Was-Weiß-Ich-Magazin, nur um die Quelle hier auch korrekt anzugeben)


Gebratener Butternusskürbis

Zutaten für 8 Personen:
2 große Butternusskürbisse, 1 kleine getrocknete Chilischote, 1 TL Koriander, 1 kleines Stück Zimt, 1/2 TL firsch geriebene Muskatnuss, Salz, Pfeffer, Olivenöl

Kürbisse waschen, längs halbieren und mit einem Löffel das Kerngehäuse auskratzen. Den schlanken Teil der Frucht quer in Halblinge schneiden, den breiten Teil längs in Spalten teilen (wer jetzt schon verwirrt ist, don't panic, diese Kürbisart hat einfach eine sehr merkwürdige Form und wenn ihr einen vor euch habt werdet ihr wissen wie es gemeint ist)
Chili, Koriandersamen, Zimtstange, Muskat, Salz und Pfeffer in einen Mörser geben und fein zerreiben. Die Kürbisstücke in eine ofenfeste Form geben und mit der Gewürzmischung bestreuen. Darüber einen ordentlichen Schuss Olivenöl. Das ganze gut durchmischen (einfach mit den Händen) und dann kommt das ganze ins Backrohr - bei 180 °C dauert es etwa 40 Minuten bis der Kürbis schön weich ist. Während des bratens hin und wieder vorsichtig durchmischen und etwas Würzöl vom Boden der Form über den Kürbis träufeln.

Ich sage euch, nach etwa 20 Minuten entfaltete sich im ganzen Haus ein unglaublicher köstlicher Duft, der einem fast die Sinne raubte! Ich war gar nicht so hungrig, aber als ich das gerochen hab hat mein Magen wie wild zu knurren begonnen XD
Das ganze schmeckt ein bisschen "weihnachtlich" könnte man fast sagen, wegen des Zimts. Jedenfalls ist es ein wundervolles Essen für kalte Tage, ein richtiges Herbst-/Winter-Essen, und recht schnell zubereitet!

Da Kürbisgemüse allein ja dann doch ein wenig öde wäre (ich kann zB von Kürbis immer nur zwei, drei Bissen essen, dann muss ich entweder einen Schluck trinken oder einen Bissen von einer anderen Beilage nehmen ^^") hatten wir dazu noch Schweinsmedallions und Brot dazu.
Das Brot war ein spezielles Dinkel-Chili-Gebäck dass die Supermarktkette Billa bei uns manchmal im Sortiment hat. Es schmeckt nicht wirklich scharf, die kleinen Chilistücke darin sind eher fruchtig, aber es ist sehr sehr lecker und hat wunderbar dazugepasst.
Für das Fleisch habe ich eine Marinade gemacht, aus Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer und einem Schuss Honig (wir haben es händisch zerdrückt/gemischt, aber idealerweise macht man solche Dinge mit einem Mörser). Mit dieser haben wir die Fleischstücke bestrichen, das ganze eine Weile einziehen lassen und dann ohne zugabe von weiterem Öl in einer beschichteten Pfanne angebraten.

Und voilà! So sah das ganze dann aus:

Fotos von Essen zu machen ist total schwer, meistens sieht es auf Fotos eher unappetitlich aus ^^"

Geschmacklich kann ich sagen, war das ganze sehr sehr lecker. Das Gemüse ist zwar unheimlich sättigend, und der Kürbis hat, wenn er ganz weich gebraten ist, eine ähnliche Konsistenz wie Kartoffeln, aber wie ich oben schon geschrieben habe - ich esse dann einfach sehr stark abwechselnd immer vom Kürbis wenige Bissen, dann vom Fleisch, dann vom Brot etc. XD Sonst wird es mir einfach zu trocken! (Vielleicht sollten wir beim nächsten Mal auch einfach etwas mehr Öl nehmen.) Insgesamt war die Würzung wirklich sehr gut, Muskat und Chili passen wirklich gut zum Eigengeschmack des Kürbis.
Ob man Schweinefleisch nun mag oder nicht ist natürlich Geschmackssache, ich mag es ab und zu ganz gerne und hier hat es auch sehr gut dazu gepasst. Die leichte Honig-Note der Marinade hat auch supi zum Chili gepasst, genauso der Knoblauchgeschmack; und obwohl ich sonst ein notorischer Nachsalzer bin, hab ich hier nicht mehr nachsalzen müssen, obwohl wir bei der Marinade nicht viel Salz verwendet hatten XD
Eine Variante ohne Fleisch stelle ich mir schwieriger vor, da die Marinade ja doch ihren Teil dazu beiträgt dass das ganze nicht zu "trocken" wird, aber wer kein Fleisch mag, kann zB das Brot mit der Marinade anrösten.
Oder, was mir nach dem Essen noch einfiel, auf die grandiose Honig-Senf-Schlagobers-Sauce meiner Cousine, die sicherlich fantastisch zum Kürbisgemüse passen würde. (Schlagobers = Schlagsahne, @jene die das Wort noch nie gehört haben XD) Dieses Rezept kann ich leider nicht auswendig, aber im Grunde mischt man nur Honig mit Schlagobers und gibt noch etwas Senf dazu, und schlägt das ganze dann mit der Hand auf, bis es locker-cremig ist.

Jedenfalls war das definitiv eines der leckersten Noms die ich in letzter Zeit gegessen habe.







EPIC LASAGNE TUTORIAL!


Und um jetzt meinem Freund nicht unrecht zu tun (denn wir haben am Mittwoch Abend gemeinsam in der Wohnung gekocht XD) muss ich hier nochmal kurz lobend unser "eigenes" Lasagne-Rezept erwähnen.
Wir machen Lasagne nämlich ohne Bechamel, da wir das Zeug nicht leiden können (abgesehen davon dass es geschätzte 3 Milliarden kcal hat). Lasagne ist eine meiner Lieblingsspeisen (Tomaten ♥) und ein sehr dankbares Essen, wie die meisten "Aufläufe", denn abgesehen von einer kurzen Vorbereitungszeit kann man das Essen im Backrohr getrost alleine lassen und inzwischen etwas anderes machen X3
Fotos kann ich euch davon leider keine zeigen, da diese auf meinem Handy sind und ich das Kabel momentan nicht finde T_T aber rein optisch unterscheidet sie sich ja ohnehin kaum von normaler Lasagne XD
Ich erkläre die Zubereitung auch für jene, die sowas wirklich noch nie gemacht haben (soll es ja geben XD). Es ist wirklich leichter als man denkt, und jenen die schonmal Lasagne gemacht haben, werden sich jetzt denken dass so eine genaue Anleitung total überflüssig ist ^^ Aber ich finde gerade Aufläufe sind tolle Gerichte wenn man mit dem Kochen anfängt und noch kaum Erfahrung hat, denn es gibt nicht viel was man falsch machen kann - und selbst wenn man etwas falsch macht ist es meistens immer noch essbar XD

Für die Sauce Bolognese nehme ich meistens ca 500g Hackfleisch (in Österreich mit dem wunderbaren Wort "Faschiertes" bezeichnet XD), eine Flasche (=etwa 1 Liter) Passata, also passierte Tomaten/Tomatensauce, eine halbe Tube Tomatenmark und noch ein paar frische Tomaten je nach persönlichem Geschmack :)
Die Menge der Nudelblätter ist meistens schwer einzuschätzen, es kommt auch auf eure Auflaufform an (Größe und Form), scheut euch jedenfalls nicht die Blätter einfach zu zerbrechen und die Stücke zu benutzen, freie Stellen noch zu bedecken!

Da ich kein großer Fan von Zwiebel bin und sowieso nicht verstehe warum grundsätzlich immer alles mit Zwiebeln angeröstet wird, mache ich das Hackfleisch meistens ganz ohne. Einfach ein bisschen Öl in einem Topf erhitzen, Hackfleisch rein und anbraten. Währenddessen nach Geschmack pfeffern und salzen. Das Abschmecken von Hackfleisch ist meistens sehr schwierig, viele Leute mögen es auch "pur" gar nicht essen, aber wirklich was falsch machen kann man beim würzen eh nicht, da das Fleisch meistens einiges an Salz und Pfeffer erträgt bevor es wirklich ver-würzt ist ;D
Wenn das Fleisch einigermaßen durch ist, kommen die Tomaten dazu. Ich schneide sie gerne in kleine Würfel, da sie später in der Lasagne so abartig heiß werden dass man sich leicht verbrennt wenn einem so ein riesen Tomatenstück entgegenpurzelt. Auch die Passata kommt dazu, und Tomatenmark ganz nach Geschmack (mein Freund und ich nehmen immer etwa eine halbe Tube). Man kann das Mark natürlich auch weglassen, aber wir mögen es sehr gerne weil es den Tomatengeschmack noch intensiviert ^-^
Jetzt kann man nochmal würzen - Oregano macht sich ganz gut darin, auch in rauen Mengen, und salzen und pfeffern kann man natürlich auch noch  (jetzt ist es auch leichter mit dem Abschmecken).
Das ganze kann man nun noch ein wenig köcheln lassen, damit sich alle Aromen schön entfalten XD und damit die Tomatenwürfel weich werden. Ist aber nicht wirklich nötig, da das ganze ja sowieso noch in den Backofen kommt.

An dieser Stelle kann man auch innehalten und einen Topf Nudeln dazu kochen, und hat leckere Spaghetti! XD
Aber wir wollen ja Lasagne machen, also kommen wir ganz kurz zu jener Zutat die uns noch fehlt: Und zwar der Käse. Beim letzten mal haben wir Gouda verwendet, der sich aufgrund seines hohen FiT-Prozentsatz als guter Ersatz für die Bechamel-Sauce eignet.
Die Auflaufform sollte man auf allen Seiten am besten mit etwas Olivenöl bepinseln, das verringert die Wahrscheinlichkeit das etwas anbrennt und dann klebenbleibt. Die unterste Schicht der Lasagne besteht aus Nudelblättern, darauf kommt eine Schicht der Sauce Blognese. Wie man die Schichten aufteilt (wie dick sie sind) ist eigentlich egal, und kommt auf den persönlichen Geschmack und die gewünschte Menge an. Jetzt kommt der Clou an der Bechamel-freien-Lasagne: zu jeder Blognese-Schicht streuen wir ein bisschen vom geriebenen Gouda dazu. Der schmilzt dann später im Backrohr und gibt dem ganzen eine etwas cremigere Konsistenz (auch hier ist die Menge natürlich geschmackssache. So wechselt man die Schichten (Nudelblatt - Blognese mit etwas Käse - Nudelblatt - etc) immer weiter ab, die oberste Schicht sollte eine Bolognese-Schicht sein. Auf diese kommt dann nochmal geriebener Käse, dann ist das ganze auch schon fertig.
Je nachdem wie "hoch" eure Lasagne geworden ist, braucht sie ein wenig unterschiedlich lange im Backrohr, aber grundsätzlich beträgt die Zeit die sie im Backrohr vebringen sollte etwa 20 bis 30 Minuten. Das liegt daran dass die Nudelblätter in der Tomatensauce ja weichgekocht werden müssen. Wenn ihr nicht sicher seid, seht auf der Packung der Nudelblätter nach, dort steht meistens eine Empfehlung für die Garzeit, diese kann nämlich ja auch mit der Dicke der Blätter leicht variieren.

Während die Lasagne also im Backofen schmort, könnt ihr euch wichtigeren Dingen widmen (zum Beispiel das Schlachtfeld in der Küche beseitigen, Wäsche waschen, meinen Blog lesen oder einen grünen Salat als Beilage zubereiten :D ), nach etwa einer halben Stunde sollte sie aber in jedem Fall so ziemlich fertig sein.

Aufpassen beim anschneiden und essen des ersten Stückes - Tomaten sind ziemlich tückisch und halten die Hitze länger als man glaubt, so dass man sich sehr leicht verbrennt.


Nun, ich hoffe meine Idee, Lasagne auch mal ohne Bechamel zu versuchen, hat euch gefallen :D
Lasagne ist ja ein sehr dankbares Gericht das Platz für viel persönliche Variationen bietet. Zum Beispiel Gemüse-Lasagne ohne Fleisch, oder Rahmspinat-Lasagne ohne Tomaten.

Ich denke da ist für jeden Geschmack etwas dabei, und ich hoffe ich konnte all jenen Koch-Newbies (so wie ich es vor nicht allzu langer Zeit ja selber war XD) mit dem epischen Lasagne-Tutorial helfen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Samstag Abend & Sonntag :D

2 comments:

  1. Hui, toller Eintrag. Ich sthe ja total auf Essen! O:
    Ich musst erstmal ueberlegen, was Bechamel sein soll. xD Wir machen unsere Lasagne nie mit solch einem Gezeugs. Immer nur mit Kaese :3 Und der Bolognese halt. xD

    Das mit dem Kuerbis sieht aber sehr sehr vielversprechend aus und muss auf JEDENFALL mal von mir nachgemacht werden. *_*d

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  2. Wow, also ich dacht eigentlich die Version mit Bechamel ist wirklich die gängigere ^^ zumindest hier in Österreich scheint es so, da ist es üblich es dazuzutun (auch wenn du die Lasagne beim Italiener bestellst), und als wir es damals zum ersten Mal probiert haben eine zuzubereiten, haben wir auch nur Rezepte mit Bechamel gefunden.
    Aber ich finds total unnötig weil es kaum nach was schmeckt und wirklich nur Fett ist XD

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