Monday, October 11, 2010

Krankheits- und Studiumsfrust :(

Hallo Leute,

Tut mir ehrlich leid dass mein Blog in letzter Zeit nicht wirklich spannend war. Ich hab mittlerweile mehr zu tun für mein Studium, Rechenbeispiele, Protokolle, und diverse andere Übungen, Self-Studies, Laborarbeiten...
Das alleine wäre ja nicht so schlimm, aber die letzte Woche war echt der Hammer.



Wir hatten letzte Woche von Montag bis Samstag Unterricht. Donnerstag, Freitag und Samstag waren geprägt von der Anatomie-"Blockvorlesung", die war zwar sehr spannend war aber wegen der "Geblocktheit" auch ziemlich anstrengend. Hinzu kam, dass ich am Donnerstag eine leichte Augenentzündung hatte, und dann in der Nacht auf Freitag bis 2:00 Uhr Morgens an "unserem" (<-- hört man den Sarkasmus?) Protokoll fürs Physiklabor gearbeitet hab, was dazu führte dass ich am Freitag einfach nur noch tot war. Über Nacht bekam ich Halsschmerzen, dann kamen noch Kopfschmerzen und schließlich heftiger Schnupfen dazu. Wäre die Vorlesung nicht so unglaublich interessant für mich gewesen (wollte ja eig. mal Medizin studieren bzw hatte es eine Zeitlang überlegt), hätte ich das sicherlich nicht durchgestanden.

Das "Wochenende" war demnach auch nicht gerade toll, wenigstens konnte ich etwas Zeit mit meinem Freund verbringen, und auch meine Mutter besuchen, aber zum Haarefärben bin ich nicht gekommen und wirklich viel lernen konnte ich auch nicht.

Heute hatte ich nämlich schon meine erste Prüfung - Introduction to Laboratory Techniques.
Die prüfung war gottseidank super easy da wir nur 5 sessions hatten, die erste war eine Sicherheitseinweisung Marke "Deppensicher" (so à la "Wenn du was nicht weißt dann frag und wenn du was ausschüttest das gefährlich ist fass es nicht an" etc etc.), die zweite eine Einschulung zur Laborarbeit (Wie man pipettiert etc, was ich größtenteils ja schon bei meinem Praktikum im Dopinglabor der ARCS gelernt hab), und noch 3 ziemlich leichte Laborübungen. Um die gings bei der Prüfung auch größtenteils, und obwohl ich bzw mein Laborpartner und ich eine der schwierigeren Rechenaufgaben bekommen haben (wir waren immer in diesen Zweierprächen bei der Prüfung) hatte ich keine großen Schwierigkeiten, trotz eines kleinen Fieberschubs kurz vor der Prüfung und Kreislaufproblemen.

Meinem Laborpartner ging es glaub ich nicht so gut dabei. Er hatte schon Schwierigkeiten beim Ansatz, und weil ich schneller fertig war durfte ich dann auch gehen und die beiden Prüferinnen haben ihn sich einzeln "vorgeknöpft".
Wie (also mit welcher Note) das ganze für ihn ausgegangen ist, weiß ich leider nicht.

Aber ehrlich gesagt hält sich mein Mitleid momentan auch in Grenzen.

Ich hab es ja in einem vorangegangenen Post schon angesprochen, dass ich ein Problem mit manchen der Gruppenarbeiten habe.
Das klingt jetzt als wäre ich eine vollkommen asoziale Person, aber ich bin eigentlich ganz gut im Teamwork. Aber wenn ich merke dass die anderen Teammitgleider null Plan haben, und die Versuche ihnen den Stoff zu erklären einfach nicht fruchten, dann wächst natürlich meine Frustration mit der Zeit.
Und wenn ich, weil ich trotzdem gute Noten haben will, dann einen Großteil er Arbeit auf mich nehme, dann geht das nur so lange gut, wie ich nur eine derartige Arbeit auf einmal am laufen habe.
Aber bei uns läuft es ja generell so, dass wir allen Labors in Teams arbeiten, und in einigen auch Protkolle schreiben müssen, und dass wir in einigen thepretischen Fächern in Gruppen Beispiele durcharbeiten müssen.
Das bedeutet für mich - insgesamt (momentan) 4 Fächer wo ich mich genötigt sehe, die Arbeit mehr oder minder alleine zu machen. Problematisch wird das dann, wenn die Ergebnisse in irgendeiner Form präsentiert werden müssen, zB die Rechenbeispiele in Chemie, denn das muss jedesmal jemand anderes aus der Gruppe machen...

Und ich bin wirklich kein egoist oder so, ich versuche immer so gut ich kann Leuten zu helfen und ihnen die Dinge zu erklären.
Aber mal ehrlich, wenn man nach 4 Wochen noch immer nicht kapiert wie die einfachste Molrechnung funktioniert... und jedes Mal wenn eine leichte Abwandlung des "Grundbeispiels" aufgegeben ist, man nicht mehr weiterweiß... dann frage ich mich wirklich, wie man dieses Studium schaffen will.
Ich meine, ich bin auch kein Genie und checke auch nicht immer alles. Aber wenn ich nachfrage, und man mir etwas erklärt, dann passe ich auf, und schau mir das ganze später zu Hause nochmal an und lerne das ganze eben nach! Es erwartet ja auch niemand dass jeder Student alles sofort kapiert.
Aber ICH erwarte mir von meinen Mitstudenten ein bisschen Respekt meiner Person gegenüber, denn ich komme mir dezent verarscht vor wenn ich wirklich 300 000mal das gleiche erkläre (der selben Handvoll Personen) und dann im Endeffekt auch noch eine schlechtere Note kassiere weil irgendjemand die Präsentation macht der sich überhaupt nicht mit der Aufgabe auseinandergesetzt hat oder Brain-AFK dasaß während ich zur Erklärung schrittweise vorgerchnet hab weil es ja angeblich sonst keiner geschafft hat.

Ich hab keinen Bock mehr.
Wirklich nicht.
Ich will doch einfach nur mein Studium mit guten Noten abschließen, ich hätte gern ein Leistungsstipendium um meiner Mutter vielleicht den Studienbeitrag zurückzahlen zu können, und ein Notendurchschnitt von <2 müsste eigentlich möglich sein.
Wenn ich aber permanent in Gruppenarbeiten von 2 bis 6 Personen die einzige bin, die mitdenkt, und ich bin ja um Himmels willen auch alles andere als Allwissend oder Perfekt - dann endet das jedesmal in einem Desaster. Entweder das Ergebnis ist erst recht Müll, weil ich auch mal nen Fehler mache, da aber niemand mitdenkt fällt das niemandem auf und mein Wort wird für bare Münze genommen (ich warte ja nur mal darauf dass mich deswegen mal wer anmotzt) ODER ich bin total fertig weil ich bis spät in die Nacht an irgendwas arbeite.

Für Physik war zB geplant dass wir die Protokolle abwechselnd schreiben und dann gegenseitig "verbessern" und durchbesprechen, da ich es nicht sos innvoll finde zu zweit vor dem PC zu sitzen (im Endeffekt läuft es aufs selbe hinaus - Vorschläge, die verbessert werden). Ich hab also das erste Protokoll komplett alleine geschrieben. Das zweite hat mir mein Laborpartner dann geschickt mit der Bemerkung er wisse nicht wie er die Formel für die Messergebnisse anwenden solle, und wie man die Fehlerberechnung mache.
Ich hab mich also dahintergeklemmt und musste erstmal nen Angabefehler mühselig korrigieren (ca 1 Stunde Internet-Recherche bis ich die Angabe richtigstellen konnte, aber natürlich ohne gewähr dass es auch wirklich stimmt und nicht nur zufällig passt), dann alles ausrechnen (nochmal ca 1 Stunde da wir asozial viele Messwerte hatten) und dann noch die Standardabweichung von unseren Messwerten (asozial viele!!!) berechnen.

Ich.
Dachte.
Ich.
Schrei.
Gleich.

Als dann mein PC gegen 23 Uhr abstürzte, bekam ich fast einen Nervenzusammenbruch, aber ich bin gottseidank an regelmäßiges Speichern gewöhnt, daher war es nicht so schlimm.
Trotzdem hat es mich Zeit gekostet, der Laptop sponn den ganzen Abend herum und daher gönnte ich ihm dann erstmal eine Pause zum auskühlen.
Im Endeffekt saß ich also bis ca 2:00 an den ganzen Brechnungen.
Von dem Protokoll dass ich eigentlich ja nur "verbessern" sollte. Im Endeffekt habe ich ca 90% der Arbeit gemacht, während mein Laborpartner die Messwerte in Tabellen eingetragen hatte und die Grundstruktur des Protokolls geschrieben hatte.
Die Tabellen musste ich zT aber auch nochmal überarbeiten weil die Beschriftung nicht ganz passte und missverständlich war, und die Beschreibung des Protokolls musste ich überarbeiten aufgrund der Formulierung...
Schließlich musste ich dann ja auch noch die Resultate des Experiments zusammenfassen und erläutern, was aufrgund des Angabefehlers und einiger Messfehler ein laaanger langer Text wurde.

Ich habe wirklich nichts gegen meinen Laborpartner, er ist ein netter Kerl und echt okay, aber mit ihm zu arbeiten war teilweise schon etwas anstrengend (auch wenn wir andererseits auch unseren Spaß hatten und gelacht haben).
Aber trotzdem hatte ich irgendwie nur wenig Mitleid dass er die Molrechnung heute bei der Prüfung nicht schaffte.

Ich weiß das klingt ziemlich aoszial. Aber ich hab keinen Bock mehr mich zum Affen zu machen...


Natürlich ist das jetzt zT stark übertrieben, aber ich bin einfach genervt und muss mir das mal von der Seele schreiben.
Es gibt natürlich auch welche die mitdenken. Es gibt solche, die etwas nicht gleich verstehen, aber dann trotzdem zB gute Vorschläge machen und Lösungsansätze liefern. Auch das ist wertvolle Mitarbeit. Sich einfach an einer Diskussion über einen möglichen Lösungsweg zu beteiligen kann man oft auch ohne genau kapiert zu haben wie der Rechenweg geht, und wie gesagt, ich bin ja auch bereit den Leuten etwas zu erklären wenn ich das kann.
Ich bin ja auch kein Genie, ich weiß und kapiere nicht alles. Gerade das soll ja der Vorteil an Teamarbeit sein - dass man zusammenarbeitet und jeder sein Wissen und seine Stärken einbringen kann. Wenn allerdings nur einer alleine alles macht, dann passieren natürlich vergleichsweise mehr Fehler, als wenn alle zumindest versuchen mitzudenken.

Wie gesagt, es gibt ja ohnehin Ausnahmen. Eine sehr nette Kollegin zB mit der ich zusammen ein SOP geschrieben habe - wir haben wirklich gemeinsam daran gearbeitet und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Wir haben beide etwas dazu beigetragen, und auch wenn es kein 1er werden sollte bin ich trotzdem zufrieden.
Oder zwei andere sehr nette Mädels mit denen ich im Chemielabor in einer Gruppe bin. Da müssen wir das Protokoll noch schreiben (werden wir wohl gemeinsam machen), aber ich hab das Gefühl dass wir sehr gut zusammenarbeiten können.

Ich mag meine Mitstudenten wirklich und komme eigentlich gut mit ihnen aus, nur manchmal gehen mir ihre Brainlags dermaßen auf den Geist, dass ich mich echt zurückhalten muss nicht unfreundlich zu werden. Ich würde mir wünschen, dass sie mich nicht als ihren persönlichen Nachhilfe-Lehrer missbrauchen, und mich andererseits wenn es heißt "Gehen wir in die Mensa mittagessen" einfach abhängen/stehenlassen/nicht miteinbeziehen =/


Aber natürlich darf ich mich nicht beschweren. Schließlich habe ich mir mein Los als Perfektionist selbst zuzuschreiben. Ich könnte ja auch drauf scheißen und einfach die anderen Leute alles verbocken lassen.

Aber das kann ich nunmal nicht.
Und das macht mich total fertig, und ich weiß einfach nicht wie lange ich das noch durchhalte.

5 comments:

  1. http://ichwirdpapi.spocrativ.ch/wordpress/wp-content/uploads/2009/01/witz-geburt.jpg
    http://img01.lachschon.de/images/86051_sc_schach.jpg

    Kopf hoch!

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  2. Hey, nicht den Kopf hängen lassen! :) Das wird schon.. Kannst du nicht deinen Partner wechseln? Oder bei den Mädels mitarbeiten? DIe Dozenten machen doch bei solchen extremen Fällen sicherlich auch Ausnahmen.
    In den NTW ist es wohl häufiger so, dass sich da solche egoistischen und/oder faulen Leute tummeln. Kenn das nur zu gut.. :/

    Also weitermachen und kopf hoch! :D

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  3. Hmm, hört sich ja echt schwierig an...aber es ist doch meistens so, dass von anderen Personen/Lehrern etc. die Situation durchschaut wird, oder bemerkt wird, wer hinter der ganzen Arbeit steckt und das dann auch gewürdigt wird. Zumindest meinen Erfahrungen nach...ich hoffe du musst nur noch ein bisschen durchhalten!!!

    lg

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  4. uff ic bin da jetzt nur grob drüber geflogen xD
    vllt les ich morgen nochmal richtig
    früher habe ich auch immer mein bett gemacht^^
    aber ich habe keine tagesdecke mehr und daher isses jetzt unnütz xD
    ich habe mir bei meinem hochbett wirklich immer den kopf gestoßen O.o
    da war alles ne qual außer die aussicht xD

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