Wednesday, February 23, 2011

Bananen-Backstube!

Vor einiger Zeit hatte ich ja die Freude mit Rabenflug einen kleinen "Päckchentausch" zu betreiben, wobei sie mir dieses fantastische Pakage voller schöner Sachen geschickt hat, und im Gegenzug von mir auf Wunsch ein üppiges Lunchpaket bekam.

Die Vorgabe lautete: Backwerk.
Rabenflug gab mir ein paar Links, und ich pickte ein vielversprechendes Rezept heraus. Meine Entscheidung fiel auf den Bananengugelhupf, weil mich das Rezept mit Schokostückchen und geriebenen Haselnüssen sehr ansprach ^^

Und weil ich euch meine Erfahrungen mit dem Internetrezept nicht vorenthalten will, kommt jetzt die durch Foto-Anreicherung enhancte Version des Rezeptes in Form einer

BANANEN - BACKSTUBE *o*

Erstmal zu den Zutaten. Hier geht es also um einen speziellen Bananengugelhupf. Welche Zutat brauchen wir also in rauen, fantastischen Mengen?

RICHTIG! Bananen!

Nein, natürlich nicht solche Bananen... wobei ein Kuchen mit denen vielleicht auch interessant wäre XD

Also, jetzt im Ernst. Hier die Zutatenliste.

200g Butter
200g Zucker
1 Prise Salz
4 Eier
500g Mehl, 1/2 Päckchen Backpulver
1 Messerspitze Safran
1/8 l Milch, ein Schuss Rum oÄ
100g Haselnüsse
100g Schokolade
4  Bananen (bei mir waren es etwa 400g, bereits geschält)
Quittin (mehr dazu gleich)

Da das eine ziemliche Menge ist, und der Teig recht "fest" ist, empfiehlt sich eine große Schüssel zum Vermengen und ein wirklich starker Mixer. Ein Pürierstab erweist sich auch als nützlich...

Großeinkauf! Keine Sorge, da sind noch Zutaten für ein anderes Rezept auch dabei ;)

Als erstes die Bananen pürieren. Hier kommt der Pürierstab gleich zum Einsatz. Man kann die Bananen aber auch einfach mit einer Gabel sehr geflissentlich zerdrücken.

Retro-Pürierstab :D

Hier stieß ich dann schon auf das erste Problem. Das Rezept verlangt nach einem pflanzlichen Bindemittel dass es bei uns nirgendwo zu kaufen gibt (zumindest hab ich es nirgendwo gefunden), daher habe ich kurzerhand auf Quittin zurückgegrifen.


Quittin ist eine Art Gelierzucker, den man normalerweise zum Einkochen von Marmelade verwendet. Es gibt Quittin für verschiedene Verhältnisse, wobei immer das Verhältnis Frucht : Zucker gemeint ist. Da ich zu dem Bananenmus keinen Zucker zugeben wollte, hab ich 3:1 genommen.
Dies war mein erster Arbeitsschritt, damit das Bananenmus noch etwas Zeit hat "fest" zu werden.

Alternativ könnte man wahrscheinlich auch normale Gelatine nehmen.

What next?
Am besten heizt man schonmal das Backrohr vor, und zwar auf ca 180°C. Wie immer stelle ich die Form mit etwas Butter ins warme Backrohr damit die Butter schmilzt und ich die Form einfetten und "ausbröseln" kann. (Keine Glasur - daher nehme ich Semmelbrösel!)
Butter, Zucker, Salz und Eier werden schaumig gerührt, Mehl mit Backpulver wird untergerührt.

random glasses pic! Varis at Work.
Dann kommt die Messerspitze Safran dazu - ein glorreicher Moment den ich unbedingt festhalten musste. (Weil Safran awesome ist. Ich weiß bis heute nicht so genau WAS es tut oder wonach es schmecken soll, aber wenn etwas besonders fancy ist, muss Safran rein. Also muss Safran doch wohl awesome sein, oder?)

dadaaaaam!

Als nächstes: Rum und Ehre Milch und Rum dazu!

Wir hatten nichts anderes als dieses Souvenir der Kuba-Reise meines Stiefbruders XD

Mittlerweile sollte euer Teig etwa so aussehen, und noch relativ flüssig/schaumig sein:


Das wird sich aber jetzt ändern, denn nun kommen noch die Haselnüsse dazu!


...und die Schokolade, die natürlich voher kleingehackt wird! Ich verwende zum Backen fast immer Kochschokolade, allerdings kann man auch "fertige" Schokoflocken verwenden oder sich der Reste vom letzten Schoko-Nikolaus erbarmen :D

*metzel* *hack*

Rein damit in den Teig - ebenso mit der gelierten Banenmasse!
Und dann ab damit in die Kuchenform.


Der Teig ist an diesem Punkt der Verarbeitung unheimlich zäh und ließ sich für mich nur schwer in der Form verteilen. Eine rechteckige Form oder eine Blechkuchen-Version wäre hier vielleicht leichter umzusetzen.

Wundert euch nicht - die Form ist uhheimlich schwer! Der Kochen ist ziemlich "dicht" deswegen braucht er auch eine halbe Ewigkeit im Ofen bevor er durch ist. Ich denke, ganz "speck-frei" wird man ihn nicht hinbekommen, zumindest glaube ich nicht dass meiner es war ^^"

Der Kuchen braucht wirklich verdammt lange. Zuerst dachte ich, die 70-80min laut Rezept wären ganz sicher zu viel, doch es erwieß sich als ziemlich gute Einschätzung.
Solltet der Kuchen an der Oberfläche anzubrennen drohen (könnte evtl passieren wenn man mit Ober- & Unterhitze arbeitet) hier ein Tipp: Mit Alufolie abdecken!
Ansonsten natürlich wie immer die Nadelprobe um zu sehen ob der Kuchen durch ist. Falls nur noch sehr geringe weche Reste klebenbleiben, kann dies auch am Bananenmus liegen. Also selbst wenn der Kuchen fertig ist wird die Nadelprobe wahrscheinlich nicht überall funktionieren.

Und so sieht der fertige Kuchen aus!

Vom angeschnittenen Kuchen hab ich leider kein Bild, da er ja an Rabenflug verschickt wurde ^^

Der Kuchen war echt heavy XD Wenn man ihn zum ersten Mal hebt, erschrickt man da leicht ^-^"

Wie er so geschmeckt hat, kann ich euch leider nicht sagen, das kann nur Rabenflug beurteilen ;)
Ich hab natürlich etwas vom "Bruch" gekostet *hust* und fand ihn eigentlich ganz gut, wobei ich Bananengeschmack einfach grundsätzlich nicht so gerne mag, daher ist es wohl nicht mein Lieblingskuchen. Aber theoretisch könnte man die Bananen mit irgendwelchen anderen Früchten (mit nicht allzu hohem Wassergehalt) ersetzen.

Ich vermute dass der Kuchen relativ sättigend und eher "trocken" ist - nicht dass er nicht saftig wäre, aber ich schätze es ist einfach die Art von Kuchen die man besser mit einem Bisschen Schlagobers nomt.

Ich denke ich werde dieses Rezept bald mal wieder ausprobieren, und mal sehen wie er bei meiner Familie so ankommt :)
Falls ihr das Rezept nachbacken wollt, wünsche ich euch gutes Gelingen, und freue mich über Feedback wie es euch ergangen ist und geschmeckt hat :)

Teil 2 der Bananenbackstube folgt demnächst ^.~

10 comments:

  1. cake = °Q°
    glasses = *Q*'

    nothing to add ^~
    grüssli

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  2. Moaaah, so einen Post morgens mit Hunger zu lesen ist Selbstmord... ^^

    Der sieht ooooberlecker aus, hassu gut gemacht... ^^
    Bei mir gehen die komischerweise immer zu arg auf und sehen dann blöd aus (wenn ich sie überhaupt in einem Stück aus der Guglhupfform bekomme -_~)
    Freue mich schon auf Teil 2... :)

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  3. Der sieht wirkich riiichtig lecker aus.
    Hoffentlich schreibt Rabenfeder noch n schönes Review, am Besten auch als Kommi hier :3

    Wobei ich die Haselnüse aus Geschmacksgründen weglassen würde /:

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  4. Ich bin fürs backen viel zu ungeduldig^^ ich will immer alles sofort haben und dann muss der Kuchen bzw das Gebäck immer noch für gefühlte Jahrzehnte in den Ofen ;D

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  5. Oh der Kuchen sieht aber toll aus! Ich bin leider so unbegabt beim Backen dass es nie so wird wie ich will... muss glaube ich mehr üben :D
    LG :)

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  6. rabenfeder... hrhr ..
    also ich muss sagen meine kuchen sehen nie nur ansatzhalber so aus wie deiner da.

    Und ich fand deinen voll lecker, hielt nicht mal einen ganzen tag, trotz leichter angst da er ja übers we bei der post lag war er nach leichten auftauen, schön knackig, krümmelte kaum, und schmeckte echt lecker, mein mann meinte er schmecke gesund ?! keine ahnung... meine schmecken immer total süss, oder zu süss. Idealer kuchen .. war echt lecker..

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  7. handyparken
    wie oder wo kann ich das registrieren ? hab ich ja noch nie gehört..

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  8. tuh das die knapp 1,89 €sind die Stifte zumindest echt wert!:)
    Die Palette muss allerdings noch genaustens ausgetestet werden bevor ich sage wie toll sie ist oder eben nicht :)
    Leider hab ich sooo wenig Zeit und soooo viel Schminke x.X

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  9. Kuchen! *-*

    Ich dreh bald durch hier überall posten alle leckere Rezepte (dieses hier eingeschlossen) und ich denk mir immer: Jo, das machste mal nach!
    Aber wenn ich das bei jedem machen würde ... ouh mahn :'D

    Neh aber der Kuchen klingt echt lecker (:
    Schön fruchtig *-*

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  10. @blorg: für jeden geschmack was dabei XD

    @ma_belle: Hmm das problem hatte ich auch manchmal, das passiert wenn zB das Backpulver oder die Eier oder das Mehl schon etwas älter sind, soweit ich weiß. Aber wenn der Boden schief ist, einfach mit dem Messer gerade schneiden XD So mach ich das IMMER wenn irgendwas schief wird *lol*
    Für das aus der Form bekommen: Entweder es liegt an eurer Form - es gibt auch so Kranzformen, die sind nicht so hoch und man kann den Kuchen vllt etwas einfache rauslösen, oder am ausfetten. Am besten immer heiße Butter inenn vertreichen und mit Mehl oder noch besser, mit Semmelbröseln ausbröseln. Wenn die wirklich überall schön verteilt sind rutscht der Kuchen meistens wie von selbst aus der Form :D

    @Rosa: Also ich mag Haselnüsse sehr gerne aber joa, auch für Allergiker kann man die ja einfach weglassen ^^

    @Eriinnye: Hihi, das kenn ich XD Ich nasche auch immer vom Teig, und während der Kuchen im Ofen ist schlecke ich Teigreste und räume die Küche auf, das lenkt mich solange ab bis alles fertig ist XDD

    @BlueBarcardi: Mir sind früher auch des öfteren was misslungen X'D Am angenehmsten war es immer, gemeinsam mit meiner Mutter oder einer guten Freundin zu backen, weil man sich dann die arbeit gut aufteilen kann! 4 Hände sind zum backen optimal, so arbeitet man sehr effizient und wenn es jemand ist der sich auskennt (wie zB Mama oder Oma XD) dann macht man auch automatisch weniger Fehler :D Und der Rest ist Übungssache ^^ (aber auch "misslungene" Kuchen sind meist nur optisch so, und schmecken trozdem supi :D )

    @Rabenflug: Freut mich wirklich sehr dass er dir/euch geschmeckt hat ^^ Kann mir schon vorstellen dass der "gesund" schmeckte, da ja doch im Vergleich zur gesamtmenge an Teil recht wenig Zucker drin ist, eigentlich. Und die Bananen tun da wahrscheinlich ihr übriges dazu :) ich muss ihn unbedingt nochmal backen und zur Verkostung an meine Family freigeben XD

    @Suicyde: Hehe, ja ich denke mir jedes Mal wenn ich meine Rezepte durchblätter, dass ich am liebsten jeden Tag was davon backen würde XD Allein mein Muffinbuch enthält 50 Rezepte von denen ich alle bis auf einige sehr wenige unbedingt mal ausprobieren will!!!

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