Thursday, March 3, 2011

Game Review: It's MAGICK!

Finde den Fehler in der Überschrift! :D
....

Nein, es ist nicht das Wort Magick, sondern "Game-Review" XD Eigentlich will ich euch hier nur kurz ein Spiel vorstellen, das ich letztes Wochenende ausprobieren konnte, und mir so unglaublichen Spaß gemacht hat, dass ich es einfach weiterempfehlen muss.
Ich bin ja jetzt nicht das klassische Zockerweibchen, ich zocke gerne, und auch alles mögliche, aber wie bei den meisten meines Hobbies kann ich auch diesem nicht sehr viel zeit widmen (weil es einfach zu viele sind). Erwartet hier also kein professionelles Review - dazu bin ich zu schlecht, mein PC ist zu schlecht und vor Allem hab ich nichtmal die Zeit gehabt das Spiel durchzuspielen (hab ich schon erwähnt dass mein PC sowieso zu schlecht ist? XD)

Also, abgesehen davon dass ich mal wieder festgestellt habe, dass mein Pc schlecht ist *hust* und ich dringen einen neuen brauche *husthust* hatte ich am WE eine menge Spaß mit:

Wann immer ich mich mal nicht über das herumgelagge meines PCs rumgeärgert habe, zumindest.

Magicka ist ein Action-RPG von Arrowhead, das seit einigen Wochen über Steam vertrieben wird. Es ist ein, würde ich mal so sagen, Indie-Projekt, von ein paar schwedischen Studenten programmiert.

Das erklärt auch die lustige Sprachausgabe des Spiels. Zuerst wollte mir mein Freund ja noch einreden, dass das Schwedisch sei. Ist es aber nicht. Es ist eine Mischung aus schwedischen und englischen Wörtern, und ab und an glaubt man außer dem einen oder anderen bekannten englischen Wort auch herauszuhören, dass alle Sprechrollen von einer einzigen Person übernommen wurden XD (was bei einem 7-köpfigen Entwicklerteam auch nicht so unwahrscheinlich ist)


Der Loading Screen gibt schonmal einen ersten Eindruck was einen erwartet: haufenweise Witze, Anspielungen und ein selbstironischer Humor der seinesgleichen sucht.

Aber zurück zum Spiel an sich.

Die Spielewelt orientiert sich ein wenig an der nordischen Mytholgie, und auch die Orte und Personen im Spiel haben nordische Namen. Der eigene Charakter ist ein Zaubrer (eigentlich fast noch ein Zauberlehrling), der ausgesandt wird um sich einem anderen, bösen und sehr mächtigen Zauberer und auch noch Horden von Orcs und sonstigen Viechern entgegenzustellen. Dabei kann man im Multiplayer von bis zu 3 Freunden unterstützt werden, wobei man die Charaktere nur an der Farbe ihres Bademantels ihrer Robe unterscheiden kann.
Sonstige Personalisierung des Charakters gibt es keine - was aber auch gar nichts macht. Noch nie konnte ich mich mit einem gesichtslosen, bademanteltragenden kleinen Männchen sogut identifizieren wie mit meinem kleinen lila Magier. In meinen Augen ein großer Pluspunkt, da ich sonst sehr viel wert darauf lege, dass ich bei einem Spiel einen Charakter auch Äußerlich nach meinen Vorstellungen anpassen kann, da es mir sonst eben schwer fällt mich mit einem Charakter zu identfizieren.

Die eigene kleine Bademantelgestalt wuselt also durch die Spielewelt, und begegnet dabei allerlei obskuren und skurrilen Gestalten und Personen. Dabei verzichtet das Spiel nicht auf eine große Portion Ironie und zieht alle möglichen Spiele und auch Filme kräftig durch den Kakao. So trifft man an einer bestimmten Stelle des Spiels auf einen NPS namens "McLeod", der zwar nicht feindselig, aber komplett immun gegen Magie ist. Wenn man ihn allerdings mit dem Schwert attackiert, enthauptet man ihn und kann sein Schwert - das "exotische Schwert" - an sich nehmen.

Auch die Begegnung mit dieser Dame hat mich sehr erheitert:


Zunächst bittet sie den Spieler, die Rattenplage in ihrem Keller auszulöschen, doch nach dem Angriff einer Horde Goblins, die der Spieler vernichtet, kommt sie zu dem Schluss dass die Rattenplage angesichts der Goblins doch nicht so schlimm ist. Wenn da nun bloß nicht dieses nervige Ausrufezeichen wäre...

Der klassische RPG-Spieler wird schnell merken, dass hier einiges anders ist als bei anderen RPGs. Nicht nur, dass es keine Quests gibt, gibt es auch kein Invertar und im eigentlichen Sinne keine Beute. Die Gegner droppen zwar hin und wieder ihre eigenen Waffen, die man dann aufnehmen und selbst verwenden kann, aber auch mit dem Standard-Stab und dem Standard-Schwert hat man keine Probleme im Spielverlauf, da das Kampfsystem ohnehin mehr aufs Zaubern ausgelegt ist. Trotzdem ist es ganz ratsam, immer wieder mal die Waffen der toten Gegner aufzusammeln und auszuprobieren, da manche von ihnen ganz nette Zusatzeffekte haben.
Sonstige Ausrüstung gibt es übrigens gar keine.
Auch "Endgegner" am Ende eines Levels droppen keine epische Beute. Warum auch? Habt ihr euch nicht auch schon immer gefragt was ein riesiger, drachenartiger Erdwurm mit einem paar Stoffsandaletten macht?
Eben.

Eine weitere schräge Gestalt des Spiels ist der Zauberlehrer Vlad, der sich zwar vom Blut anderer Menschen ernährt aber ganz sicher kein Vampir ist, wie das Spiel nicht verabsäumt ungefähr drölfzigtausendmal zu betonen XD


Vlad begleitet einen auf seiner Reise und taucht meist am Anfang und/oder Ende der Level auf, um dem Spieler Tipps zu geben oder ihn zu warnen.

Die Level sind trotz ihres "schlauchartigen" Designs sehr unterhaltsam Gestaltet. Obwohl die Linearität einer Geschichte ja oftmals abschreckend wirkt, tut das der Unterhaltsamkeit von Magicka keinen Abbruch. Ab und an findet man eine Abzweigung, die einen an einen besonderen Ort führt wo man vielleicht die eine oder andere Waffe findet. Aber im Grunde sind die Charaktere ja auch auf einer Reise die ein bestimmtes Ziel hat, daher liegt es nur Nahe dass sie den kürzestmöglichen Weg wählen und nicht überall rumtrödeln und -stöbern.
Am Ende der meisten Level erwartet einen ein etwas härterer Gegner oder eine größere Gruppe von Mobs, die es zu besiegen gilt bevor man weitergehen kann oder bevor die Geschichte weitergeht.

Damit komme ich schon zum meiner Meinung nach einzig negativen Punkt an dem Spiel: Das Speichersystem. Es gibt keine Möglichkeit zu speichern, das Spiel speichert automatisch nach jedem Level, so dass man am Anfang des nächsten wieder einsteigen kann. Die Level sind zwar kurz, aber irgendwie ist es trotzdem ein bisschen nervig.
Im Multiplayer kann man zB, wenn ein Spieler im 12. Level ist und der andere erst im 2. nur dann gemeinsam spielen wenn man gemeinsam ein neues Spiel beginnt.
Das ist allerdings wirklich das einzige, was wir mir bis dato negativ an Magicka aufgefallen ist.

Die Grafik ist niedlich, comic-haft, und auf höchsten Grafikeinstellungen (die ich nur für ein paar Screenshots verwenden konnte, da mein PC sonst komplett abkackt) auch wirklich ansehnlich. Ich muss allerdings sagen, dass gerade bei solchen Fantasy-RPG-Games meine Ansprüche an die Grafik nicht sonderlich hoch sind. ich brauche bei einem Fantasy-Szenario wo Fabelwesen herumhöpfen und Feuerbälle durch die Gegend geschossen werden einfach keine perfekt realistische Grafik.


Kommen wir zum wichtigsten, genialsten Punkt: Das Gameplay von Magicka.
Das Gameplay erinnert ein bisschen an Hack&Slash Spiele wie Diablo, aber irgendwie auch nicht. Denn man hackt&slasht nicht durch eine Horde Monster, sondern man beschwört Elemente und kombiniert diese zu Angriffs- oder Verteidigungszaubern. Hört sich simpel an, erweist sich aber als durchaus komplex.


Das sind die zu Verfügung stehenden Elemente: Wasser, Heilung, Schild, Frost, Blitz, Arkan, Erde und Feuer.

Ein Druck auf die Entsprechende Taste beschwört nun quasi eine kleine Kugel die den Charakter umkreist, ein Druck auf eine weitere Taste und man beschwört eine zweite Kugel.
Die Kugeln können dabei vom selben Element sein - dann wird der Zauber mächtiger. Oder man kombiniert die Kügelchen zu einem vollkommen neuen Zauber, einer Magick.

Dabei gilt es immer zu beachten, dass sich einige Zauber gegenseitig neutralisieren, wie zB Frost und Feuer. Es ist daher nicht möglich eine Frost-Feuer-Magick zu wirken. Dies wird im Spiel als "Law of Opposite" bezeichent.
Wasser und Feuer ergibt allerdings Dampf, was zusammen mit Wasser widerum Regen ergibt:


Das Spiel vernachlässigt dabei auch nicht einige "Grundprinzipien der Physik", wenn man so sagen kann. Zum Beispiel kann bei Regen nichts brennen. Außerdem ist es eine sehr, sehr, sehr, SEHR dumme Idee bei Regen, oder wenn man nass ist, einen Strom-Zauber zu wirken. Dafür kann man sich allerdings auch ganz einfach trocknen, indem man Feuer auf sich selbst castet :D Und wenn der Gegner widerum nass ist, wird ein Strom-Zauber noch verheerender auf ihn wirken.

Das ergibt taktisch natürlich tausende Möglichkeiten, vor Allem da die Gegnertypen auch unterschiedliche Schwachpunkte haben. So kann man die angriffslustigen Bäume, die gegnerische Druiden beschwören, nicht in Brand setzen solange die Druiden noch  da sind und es ständig Regnen lassen. Gegner mit Metallrüstungen sind besonders empfindlich gegenüber Feuer und Strom.

Die Zauber lassen sich auf unterschiedlichste Art und Weise kombinieren, und dann je nach Art des Spells auf sich selbst, als AoE, Geschoss oder Strahl casten.

Beispiel für einen AoE-Zauber: Wasser und Frost ergeben Eis, und mit Shift+Rechtsklick wird daraus ein böser Bodeneffekt.

Mancha dieser Magicks kann man aus Büchern lernen, die man im Spiel findet, andere einfach durch ausprobieren selbst entdecken, so wie ich beim durchprobieren von Schild-Kombinationen diesen Zauber entdeckt habe:

Erde und Schild, mit Mausrad-Klick auf sich selbst gecastet packt den Charakter in diesen Steinblock, der eine Zeit lang vor Angriffen schützt und im Durcheinander eines Kampfes eingesetzt werden könnte, wenn man sich von Gegner umringt sieht - oder von Mitspielern!

Denn sehr interessante Spielmechanik, mit der man im Mehrspielermodus sofort Bekanntschaft macht, ist das Friendly Fire.
Das heißt, dass jede Attacke auch den Mitspielern Schaden zufügt, wenn diese im Weg rumstehen. Gleichzeitig kann es passieren, dass einem ein Gegner in den Heilstrahl läuft und sich hochheilen lässt. Das Spiel hat keinen verstellbaren Schwierigkeitsgrad für Einzel- und Mehrspielermodus, wird aber durch mehr Leute auch nicht wirklich Leichter, dafür sorgt eben das Friendly Fire und dass man sich, je größer die Gruppe, umso mehr im Weg rumsteht.

Zum Glück kann man durch Heilen + Strom ganz einfach tote Mitspieler wieder zum Leben erwecken. Allerdings nur Mitspieler, bei NPCs funktioniert das leider nicht. Da man aber weder Händler noch Qeustgeber hat oder braucht, wird man diese, gelinde gesagt, auch nicht wirklich vermissen.
Was müssen die sich auch immer so doof Mitten in den Zerg stellen?

Andere interessante Mechanik:
Die sogenannten "Beams", also Strahlen die man aus den verschiedenen Elementen in Kombination mit Arkan casten kann. Je mehr Elemente man dafür verwendet, desto stärker wird der Strahl, aber auch hier gilt das Law of Opposite - ein Strahl der Feuer und Frost enthält, funktioniert also nicht. (Außer man macht aus dem Feuer mit Wasser Dampf.)



Außerdem kann man im Multiplayer die Strahlen kreuzen!! Dadurch werden die Strahlen noch stärker und kombinieren alle Elemente aus denen sie bestehen. Dabei sollte man aber aufpassen dass man sich nicht durch Wasser-Strom-Kombinationmen gegenseitig röstet oder die Strahlen dank Law of Opposite einander auslöschen.



Für ich ist Magicka sowohl im Single- als auch im Multiplayer ein wirklich mehr als unterhaltsamer Zeitvertreib.
Der Frustfaktor beim Spielen warbei mir zwar extrem hoch, da mein PC das Spiel kaum noch packt und nicht so schnell reagiert wie ich es gerne hätte, selbst wenn ich mit ganz niedrigen Einstellungen spiele. Trotzdem, obwohl es so schlecht lief und ich etliche Male gestorben bin oder meinen Frend durch einen missguided Elektrostrahl gegrillt habe, hat es unglaublichen Spaß gemacht!
Normalerweise verliere ich sehr schnell die Geduld, wenn ich öfters sterbe oder der PC einfach nicht mitmacht, aber Magicka schafft es trotzdem durch eine Riesenprotion an Humor und ein geniales Kampfsystem mich zu begeistern.
Und was das Sterben betrifft - das Spiel selbst gibt einem den Ratschlag, sich nicht darüber aufzuregen. Denn Sterben gehört bei diesem Spiel dazu. Sei es, weil man sich selbst unabsichtlich mit Steinen erschlägt, von einem Mitspieler in Brand gesetzt oder von einer Horde Gegner überwältigt wird; oder bei dem Versuch einen Fluss einzufrieren und die Eisfläche zu überqueren, einfach absäuft (Zauberer können nämlich nicht schwimmen.)


Es gehört dazu - und es gibt sogut wie keine Strafen. Man verliert nur seine Waffen, kann diese aber an der selben Stelle wo man sie verloren hat wieder einsammeln. Somit kann man eigentlich gar nichts Falsch machen.


Alles in allem ist Magicka also ein eher untypisches RPG, das das Rad zwar nicht wirklich (aber zumindest teilweise) neu erfindet, aber von allem unnötigen Schnick-Schnack befreit und einen dafür mit einem ziemlich awesome Hula-Hoop-Reifen zurücklässt!
Ein Spiel, dass ich wirklich jedem RPG-Fan ans Herz legen kann, sowohl für kurzweiligen Spaß als auch für längere Multiplayer-Abenteuer, wo Magicka nicht zuletzt durch die tausenden Anspielungen mit abendfüllender Unterhaltung dienen kann.

7 comments:

  1. eine dunkle gestalt welches sich von blut von anderen menschen nährt aber kein vampir ist? xD ahjaaaa....

    na ja das spiel sieht ganz goldisch aus :) ich bleib aber bei nostale & 4story

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  2. ist ja wohl ganz obviously, dass ein "riesiger,
    drachenartiger Erdwurm" die Stoffsandaletten
    einfach gefressen und noch nicht verdaut hat D:

    du solltest mehr Pen&Paper spielen ^~
    hübsches spiel, vllt probier ich mal
    die Demo auf Steam, gibts ne Demo? ;3

    grüssli

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  3. @Sibel: Jaaa is klar, ne? Sein Name und sein Aussehen lassen da ja auch gar keinen anderen Schluss zu... als dass er KEIN Vampir ist *husthusthust* XDDD

    @blorg: Achso, und weil die Schuhe episch und verzaubert sind, sind sie natürlich gegen die Erdwurm-Magensäure immun XD Da gibts doch eh auch nen Shakes&Fidget Comic oder sowas zu diesem Thema ^^
    Joa, also soweit ich weiß gibts ne Demo! Aber kA was die alles umfasst.

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  4. Selber habe ich es nicht gespielt, aber Magicka wurde lange erwartet, auch weil es ein Indie-Titel ist. Beim Verkaufsstart gab es leider noch Bugs, die anschließend von den Entwicklern mit einem Patch behoben wurden - dass es noch Fehler geben würde, war bekannt, und trotzdem kauften die Leute das Spiel, weil es einfach genial zu werden versprach. Und bestimmt auch ist! ^^

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  5. Also in der momentanen version hätte ich jetzt noch keine Bugs gefunden. Und es ist ja auch ned teuer (nur 10e oder so glaub ich) von daher in meinen Augen ein ziemliches Schnäppchen :D

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  6. Hi! Mit dieser kleinen "Game-Review" hast Du mich soeben dazu angeregt, das Spiel unbedingt mal zu testen!
    Dafür, dass Du selbst sagst, dass es keine professionelle Review ist, finde ich sie wirklich klasse geschrieben! Ich zocke regelmäßig und sehr gerne, da kommt mir ein neues Spiel immer gelegen ;-) Und wie Du alles beschrieben hast finde ich sehr leicht verständlich.

    Also vielen Dank für diesen tollen Bericht!

    LG

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  7. gugg mal wer das spiel mal eben reviewd hat - gleich nach dem lied:
    http://www.einsfestival.de/sendungen/coldmirror.jsp

    grüssli ^~

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