Monday, June 6, 2011

Backmarathon Teil 2: Mohn-Beeren-Torte

Fortsetzung von gestern! ^_^

Am Ende des Eintrages hab ich geschrieben, dass ich den Biskuitbruch zum Trocknen zurün ins Backrohr verfrachtet habe. Dort blieb er dann so lange, bis er wirklich steinhart wurde!
Wozu das Ganze?

Weil der nächste Teig den ich euch vorstelle, kein Mehl enthält (im Gegensatz zum gestrigen Teig, der keine Butter enthielt XD) sondern stattdessen Biskuitbrösel beinhaltet, und zwar der Teig für eine

Mohntorte!
Dumme Handy Fotos verfälschen die Aura der Köstlichkeit
und lassen das Schlagobers irgendwie mekrwürdig aussehen D:

Fotos hab ich auch diesmal nur wenige :( Ich hoffe ich kann auch trotzdem Appetit und Lust aufs Nachbacken machen! Ich bin ziemlich stolz auf dieses Rezept weil ich es mir quasi selbst ausgedacht habe, und es bis dato sehr gut ankam ^_^

Der Teig benötigt folgende Zutaten:

150g geribener Mohn
1/8l Milch
50g Butter
100g Zucker (evtl. noch ein halbes oder ganzes Päckchen Vanillezucker)
4 Eier
60g Biskuitbrösel
Schale einer unbehandelten Zitrone (oder alternativ Zitronensaft)
Zimt

Für die Deko:
Ribiselmarmelade (etwa ein Glas)
ca 200g Beeren
Schlagsahne + Sahnesteif

Wollt ihr eine normale Torte machen, nehmt lieber die doppelte Menge für den Teif - auf meinen Fotos werdet ihr gleich sehen dass der Teig sonst nicht gerade hoch wird (ich habe die halbe Menge genommen da ja noch Biskuit drunter- und Beeren draufkamen!)

Ausgehend von diesem Grundteig kann man schon so einiges machen - ich hab diese Torte mal für meinen Stiefvater gebacken, der ein totaler Mohn-Fan ist, und damals habe ich sie mit Ribiselmarmelade bestrichen und glasiert wie bei einer Sachertorte. (Ribisel ist meines Wissens nach in eigen Teilen Deutschlands als rote Johannisbeere bekannt, bin aber nicht sicher XD) Damals mochte mochte mein Freund diese Torte sehr, weswegen ich mich entschied, sie leicht abgeändert für ihn nochmal zu backen!


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Für den Teig sollte man als erstes die Milch zum Kochen bringen. Mein grandioses Kochbuch meinte ja, man solle "den Mohn mit der Milch aufkochen", bloß ist das Mengenverhältnismäßig irgendwie nicht so wirklich drin XD Daher denke ich, dass damit gemein ist, man soll die Milch aufkochen und den Mohn dazuleeren.
Gut umrühren, so dass der Mohn sich schön ansaugt und "quillt".

Die Biskuitbrösel habe ich selbstgemacht - ich hab die getrockneten Reste des Biskuitbodens einfach zwischen den Fingern zerbröselt. Wenn er wirklich trocken und hart ist, gehts das super easy.
Wenn man keinen Biskuitteig extra machen möchte, und keine Biskuitbrösel zu kaufen findet (so wie ich) kann auch einfach nen Fertig-Tortenboden für Obsstorten nehmen und trocknen. Die Biskuitbrösel kommen dann jedenfalls zum Mohn-Milch-Gemisch.

Auch diesmal müssen wir die Eier wieder trennen. Die Dotter werden mit der Hälfte des Zuckers schaumig gerührt, das Eiklar wird zusammen mit der anderen Hälfte des Zuckers steif geschlagen (ein paar Tipps zum Schneeschlagen findet ihr uA hier).

Die Mohnmischung wird mit dem Dotter-Butter-Zucker-Schaum vermengt, dazu kommt die geriebene Zitronenschale/der Zitronensaft und eine Prise Zimt nach Geschmack (damit man den rausschmeckt kann man ruhig ordentlich reinschütten XD).
Zuletzt wird der Schnee untergehoben.

Den fluffigen Teig in eine ausgemehlte Springform füllen und bei ca 200°C etwa eine halbe Stunde backen.
Die halbe Menge (s. Zutatenliste) braucht natürlich nicht ganz solange wie die normale Menge für die eigentliche Mohntorte. Im Zweifelsfall, einfach die Nadelprobe machen.

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Den fertigen Kuchen lässt man am Besten ein wenig auskühlen, bevor man ihn aus der Form löst.

Von dieser Stelle an hab ich einfach mal meiner Kreativität freien lauf gelassen.

Den Biskuitboden, den ich ja am Vortag zubereitet hab, hab ich mit Ribiselmarmelade (=rote Johannisbeerenkonfitüre) bestrichen, dann den Mohnteig mit einem Brotmesser in zwei Schichten geschnitten, auf den Biskuitboden gesetzt und ebenfalls jeweils einzeln bestrichen.





Ich frage mich gerade:
Wenn das Bestreichen des Teiges mit Marmelade bei der Sachertorte "aprikotieren" heißt, wie heißt es dann hier? Ribiselieren? Ribiselisieren? Johannisbeerisieren? XDDD



Nachdem alles schön ribiselisiert wurde, kommen in der Mitte die Beeren drauf.
Da es bei uns momentan nur sauteure oder tiefgekühlte Beeren gab, hab ich mich für die TK-Varainte entschieden. Dabei muss man eigentlich nur darauf auchten dass man die Beeren wirklich mehrere Stunden vorher auftaut und sehr gut abtropfen lässt, sonst weichen sie den Kuchen später total auf.



Dass der Rand freiblieb, war nicht wirklich meine Absicht, aber ich hatte einen Geistesblitz: "Sahnetröpfchen"  müssen her! Etwas Obers/Sahne hatte ich ja sowieso noch von den Kirschschnitten übrig, die ich ja parallel dazu gemacht hatte.

Die Sahne sollte für solche Verzier-Aktionen mit Sahnesteif geschlagen werden.


Das hält die Sahne länger fest. Leider bekommt sie aber auch nach einiger Zeit ohne Kühlung eine etwas buttrige, bröckelige Konsistenz, weswegen ich generell nicht gerne mit Sahne verziere -_- Vielleicht mach ich aber auch nur irgendwas falsch und jemand hat Tipps für mich?

Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht mal wieder was mit dem Dressiersack (auch bekannt als Spritzbeutel oder Spritzsack) zu machen :D
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich da eher den Metallspitzen vertraue, da ich das Gefühl habe mit diesen einfach Präziser arbeiten zu können.
Falls ihr euch fragt wovon ich überhaupt rede - von sowas hier:


Die Spitze des Plastikbeutels wird vorne abgeschnitten und die Metallspitze möglichts weit durch die Öffnung geschoben. Dann füllt man den Plastikbeutel (der hinten noch ein ganzes Stück weiter geht, sieht man hier auf dem Bild leider nicht) mit Schlagobers - möglichst ohne Lufteinschlüsse - und dreht ihn zu.
Durch sanften Druck auf den Beutel kann man super präzise dosieren und schöne Verzierungen machen :)
Ich hatte auch schon mal so ein mechanisches Spritzenartiges Teil, mit dem das Dressieren eine absolute Katastrophe war. Ich bleibe also beim guten alten Dressiersack!

Die fertige Torte sah im Querschnitt übrigens so aus:


...und war laut Angaben der Testesser auch nicht zu üppig oder zu süß :) Sie wurde sogar an einem einzigen Nachmittag radikal verputzt XD

Ich wünsche gutes Gelingen beim Nachbacken, viel Spaß und guten Appetit ^_^

5 comments:

  1. Fett! *_______________*
    Die Torte sieht so lecker aus <3

    Und öhm - du schlägst die Sahne einfach zu lange auf! ;D
    Dann wird daraus Butter :D
    Und wenns geht eher "kühl" schlagen, also net unbedingt inner Sauna oder so! ;D

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  2. Ich weiß schon dass es buttrig wird, wenn man zu lange schlägt ._. das Problem ist ja nur, wenn ich Sahnesteif dazu verwende - dann wird das Schlagobers nach einigen Stunden bröckelig und buttrig, obwohl es schon auf der Torte ist, weißt du wie ich meine? XD Aber wo du es grad ansprichst, ich vermute es lag/liegt an der Hitze, denn die Torte war meines Wissens nach den ganzen Nachmittag nicht eingekühlt...

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  3. In irgendeinem Feinschmecker Katalog hatte ich etwas von "Ribiselmarmelade" gelesen und wunderte mich, was für ein exotisches Zeug Ribiseln denn nun sein sollen.Dank des Bildchens auf dem Glas verstand ich, dass es sich um stinknormale Johannisbeeren handelt.

    Schon seltsam, dass es für das gleiche Obst so verschiedene Namen gibt, aber ungewöhnlich ist es nicht.
    Johannisbeeren heißen sie, weil sie um Johanni herum (24.06.) reif werden. So, jetzt erkläre mir mal einer woher die Bezeichnung Ribisel kommt.

    Der Kuchen hört sich übrigens genial an. Das werde ich demnächst ausprobieren. Ich backe doch auch so gern Torten!

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  4. Uhhh, uhh das weiß ich sogar :D
    Es kommt aus dem lateinischen, da heißen diese Beeren ribes ^^ Im italeinischen heißen sie auch so glaub ich. Wir sagen ja auch zB Melanzani wie die Italiner und nicht Aubergine wie die Deutschen, fällt mir da noch als zweites Beispiel ein ^^

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  5. Du hast 111 Leser!

    Zu meinem Geburtstag kommst du bitte vorbei, backst zehn verschiedene Kuchen, die wir alle "anessen" und mit den Resten eine Tortenschlacht veranstalten! <3

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