Friday, October 21, 2011

My social awkward self

Anlässlich der letzten, von mir fast durchgearbeiteten Nacht, die mich viele Nerven gekostet hat aber vermutlich im Gegenzug kaum etwas einbringen wird, werde ich mich jetzt endlich mal überwinden über dieses Thema zu schreiben.

In letzter Zeit geht es mir nicht mehr aus dem Kopf.
Immer wieder bin ich in Situationen die meinen Charakter auf eine harte Probe stellen.
Und immer mehr und mehr komme ich zu dem Entschluss dass ich ein schlechter Mensch bin, und darüberhinaus auch noch sozial absolut unfähig.

Auf twitter haben einige ja schon versucht mich zu trösten, dass mein Verhalten normal sei, jeder verliere mal die Nerven usw. Das ist wirklich lieb von euch gewesen, will ich hier nur nochmal betonen
Trotzdem macht es mich total fertig.
Ich reagiere oft so wütend und genervt, dass ich mich im Nachhinein dafür in Grund und Boden schäme. Mein einziger Vorteil ist, dass ich meine Wut meist gut verbergen kann, und somit niemandem auf die Füße trete.
Wer darunter aber schließlich viel zu oft leiden muss ist mein Freund, denn wenn dann lauter Kleinigkeiten zusammenkommen, und wir Abends dann noch telefonieren, und die Verbindung schlecht ist, ich eigentlich gestresst bin weil ich noch gerne erledigt hätte oder aber eben schon so müde bin dass ich gerne schlafen würde... dann gifte ich ihn manchmal aus heiterem Himmel an. Meistens wenn die Verbindung schlecht ist, und ich die Nebengeräusche an seinem Ende der Leitung mit trommelfellzerfetzender Qualität vernehme, und ihn selbst aber kaum höre. Das ganze Telefonieren nervt mich schon so dermaßen, dass ich am Wochenende einfach nur froh bin wenn ich ihn mal sehe ohne über irgendein mistiges elektronisches Medium kommunizieren zu müssen!  Und ich frage mich, wie das dann werden soll wenn ich für mehrere Monate im Ausland bin, und uns außer Skype und dergleichen keine Möglichkeit zur Kommunikation bleibt?

Ich fühle mich immer ganz furchtbar wenn ich nach einem Gespräch auflege, denn selbst wenn ich nicht genervt reagiere auf irgendwelche Verbindungsprobleme, dann ist da doch dieses Gefühl in mir drin, dass ich einfach keine Lust mehr aufs telefonieren habe.
Und gleichzeitig will ich ja doch mit ihm sprechen - ich will mich darauf freuen seine Stimme zu hören und will mich freuen wenn er von seinem Tag erzählt! Aber dieses genervte Gefühl überlagert das alles, und dafür fühle ich mich dann total mies und schuldig...
Irgendwie bin ich einfach unfähig, mit meinen negativen Gefühlen umzugehen, scheint mir.

Überhaupt gibt es so viele Gefühle für die ich mich selbst dann schäme, wenn ich sie nicht zeige.
So zum Beispiel bin ich an der Uni von so vielem und so vielen genervt... ich zeige es aber nie, denn ich will ja niemanden verletzen!

Was ich zum Beispiel hasse, ist wenn man mit einer Person richtig gut auskommt, und aber einfach überhaupt nicht mit ihr zusammenarbeiten kann. Oder es nicht will, weil diese Person einfach unzuverlässig und unselbstständig ist... Selbst wenn die Person noch so viele Dinge verbockt, ich würde es nie fertigbringen, ihr zu sagen dass mich dies oder das stört. Irgendwo ist es feig von mir, und das weiß ich auch. Anstatt etwas zu sagen drehe ich mich um und lasse zu dass sich die Wut in mich hineinfrisst. Dann lästere ich wieder bei meinem Freund oder auf twitter über diese Menschen ab, um etwas Dampf abzulassen, aber selbst dann fühle ich mich mies dabei, weil ich mir denke dass ich diesen Leuten damit unrecht tue. Was ich damit sagen will: Ich kann mich nichtmal über irgendjemanden ärgern der mir richtig auf die Nerven geht, ohne Schuldgefühle zu haben!

Das schlimmste ist aber, dass ja alle mich für so klug und hilfsbereit halten.
Ich glaube selbst die Leute in meinem Jahrgang die ich nicht mal wirklich kennen halten mich für den ultimativen Streber. Dabei sind meine Noten nicht mal so gut. Ich bin auch nicht so klug. Ich bin auch nicht so fleißig wie alle denken (ich bin nur perfektionistisch).
Trotzdem bin ich immer die, die gebeten wird, dies oder das zu erklären, Notizen zu verleihen, und so weiter und so fort. Und natürlich mache ich es dann auch, warum auch nicht?
Das Problem daran ist, dass ich es nicht aus Hilfsbereitschaft heraus mache, sondern weil ich einfach meine Ruhe haben will - und die habe ich eher, wenn ich z.B. etwas einmal gut erkläre, als wenn ich von der Person fortan bei jedem kleinen Problemchen wieder gefragt werde. Logisch natürlich auch bei Gruppenarbeiten, dass ich alles gebe um anderen zu helfen wenn sie nicht weiterkommen, weinfach weil ich hoffe dass ihnen ein Licht aufgeht und nicht alle Arbeit an mir hängen bleibt.
Ich bin hilfsbereit - aber meist einfach aus purem Egoismus!
Deswegen fühle ich mich auch jedesmal schrecklich wenn mir jemand das vermeintliche Kompliment macht, ich sei ja ach so hilfsbereit und nett.
Und wenn es nicht Egoismus ist der mich antreibt, dann helfe ich trotzdem wo ich kann, weil ich... ja, weil ich einfach nett sein möchte. Ich will dass die Leute mich für eine nette Person halten, weil ich einfach hoffe, dass ich dadurch Freunde gewinnen kann. Aber allein der Gedanke dass ich das jetzt tue weil ich will dass man mich für nett hält - verursacht mir widerum Schuldgefühle...

Vor kurzem hat mich jemand um Hilfe gebeten, mit dem ich sonst eigentlich gar nichts zu tun habe.
Natürlich habe ich ja gesagt, da es einerseits für mich keine große Sache und kein Aufwand war, und da ich eben nett sein wollte. Schließlich ging es um etwas wirklich wichtiges für diese Person.
Ich hab also getan was ich konnte, was nach meinem Ermessen jedoch nicht allzu viel war. Konkret ging es um Nachhilfe in Physik, und ich hatte nicht das Gefühl dass ich eine große Hilfe war. Ich kann zwar gut erklären, und durchblicke den einen oder anderen Zusammenhang vielleicht schneller als ein anderer, aber im Grunde bin ich in Physik nicht besonders gut (hatte auf die Prüfung auch nur eine 3). Aber weil ich eben ein Semester lang Physik studiert hatte (ein Studium, welches im ersten Semester zu 75% aus Mathe bestand und die restlichen 25% waren reine Mechanik) wurde ich gefragt, und ich habe geholfen.
Die Person der ich geholfen habe, ist mir nun sehr, sehr dankbar.
Gleich nachdem wir die Nachhilfe-Session hatten, meinte er, er würde mich gerne zu sich und seiner Freundin nach Hause zum Essen einladen. Ich bedankte mich, und verabschiedete mich recht hastig. Mein Gedanke war natürlich, dass er das jetzt nur aus Höflichkeit gesagt hatte. Und dass er es vergessen würde.
Hat er aber nicht.
Er hat mich noch zwei, drei mal darauf angesprochen, dass wir doch einen Termin ausmachen sollten für die Einladung. Und nun ist der Termin fix, und ich bin zum Essen eingeladen.
Von zwei Leuten die ich nichtmal wirklich kenne, die aber offenbar der Meinung sind dass es zum Teil mir zu verdanken ist, dass er diese Prüfung geschafft hat und das Jahr nicht wiederholen muss.

Und jetzt stehe ich vor einem Problem, denn ich habe keine Ahnung wie ich mich in dieser Situation verhalten soll.
Ich freue mich natürlich über die Einladung und finde das sehr nett, aber ich glaube es wäre mir fast lieber gewesen, es wäre wirklich nur eine leere Floskel geblieben und sie hätten darauf vergessen bevor es zu einem konkreten Termin kommt!
Ich kenne die beiden kaum, und habe natürlich Angst mich total zu blamieren. Worüber spricht man bei einem gemeinsamen Abendessen, wenn man die Leute kaum kennt? HIMYM ist sicher ein guter Anfang (ich weiß dass die beiden die Serie mögen, genauso wie Big Bang Theory), aber reicht das für einen ganzen Abend?
Woher weiß ich, wann ich gehen sollte...?

Ich war noch nie "zum Essen eingeladen" auf diese Art und Weise, und ich fühle mich echt unwohl in meiner Haut wenn ich an nächste Woche denke... Es macht mir einfach Angst, wenn ich daran denke was alles schieflaufen könnte.
Vermutlich kann das jetzt nicht jeder nachvollziehen... für einige ist es vielleicht das einfachste der Welt.
Aber für mich nicht, denn ich tue mir extrem schwer mit sowas umzugehen. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Auf einmal ist da auch so viel Aufmerksamkeit. Ich werde immer sofort gegrüßt, angelächelt, angesprochen usw. wenn wir mal gemeinsam Unterricht haben. Das macht sonst niemand. Nichtmal die Leute, mit denen ich fast täglich zusammen Unterricht hab.
Ich habe  nicht so viele Freunde, und die wenigen die ich habe, mit denen verbindet mich irgendetwas besonderes. Sei es dass wir uns schon sehr lange kennen oder dass wir einfach auf einer Wellenlänge sind. Da hat man immer was zu reden - gemeinsame Interessen, das schwelgen in Erinnerungen...
Aber die beiden die mich da eingeladen haben sind für mich zwei unbeschriebene Blätter. Sie sind nett, aber ich habe einfach die Sorge dass der Abend in einer total vermurksten Stimmung verlaufen wird weil ich nicht weiß was ich sagen und wie ich mich verhalten soll!

Ich kann es nichtmal richtig in Worte fassen was genau mir eigentlich solches Kopfzerbrechen bereitet.
Vielleicht ist es auch einfach die Tatsache, dass ich in so einer Situation noch nie war.

Ich wurde noch nie so eingeladen.
Aber eher noch:
Ich hatte noch nie dieses Gefühl, dass mir jemand wirklich, wirklich dankbar ist!
Normalerweise hört man zwar ein "Ja, Danke für deine Hilfe", aber das wars. Zwei Sekunden Aufmerksamkeit und eine halbherzig gemeinte Aussage später ist alles wieder beim alten und man geht getrennte Wege.

Und hier schließt sich wieder der Kreis zum Anfang dieses Geschreibsels. Ich glaube mein Hauptproblem ist, dass ich nicht weiß, wie ich mit dieser Dankbarkeit umgehen soll.
Denn sie fühlt sich unverdient an!
Ich habe nicht das Gefühl ich hätte ihm um seinetwillen geholfen, sondern vielmehr, um mein Image als "nett, freundlich und hilfsbereit" aufrechtzuerhalten. Ich frage mich, ob ich jedem anderen in seiner Situation auch geholfen hatte, zum Beispiel wenn es jemand gewesen wäre der mir nicht sympathisch is. Ich finde einfach nicht, dass ich diese Dankbarkeit und diese Einladung verdient habe, und fühle mich dadurch nur als noch schlechteren Menschen.

...~:★:~:★:~:★:~... 

Ja, ich weiß, das sind nur marginale Probleme im Vergleich zu denen die andere Leute haben.
Aber es beschäftigt mich schon sehr.
Denn wenn man 2/3 des Tages damit verbringt sich selbst für einen schlechten Mensch zu halten und zu hassen, dann ist das schon ein wenig belastend. Und da ich auf twitter in wenigen Worten nicht gut erklären konnte, warum das so ist, habe ich es jetzt hier aufgeschrieben.

Also, falls jemand einen How-To Guide über menschliches Sozialverhalten hat, immer nur her damit. Ich glaub ich könnte sowas echt gebrauchen.

9 comments:

  1. Hm... ehrlich gesagt, kann ich mich mit dem "ich will, dass mich alle nett finden" nicht identifizieren. In meiner kompletten Schullaufbahn sind alle dermaßen auf mich geflogen, dass ich mir zum Hobby gemacht habe, dass sie mich weniger mögen. Gerade, weil ich nicht immer helfen wollte, nur, wiel sie selbst zu faul waren oder weil ich einfach mal egoistisch sein wollte und meine Notizen für mich behalten wollte, weil ICH sie geschrieben habe und ich NICHT einen andern Scheiß im Unterricht gemacht habe. Wenns aber Leute waren, die wirklich alles daran gesetzt haben, etwa szu verstehn, es aber nicht konnten, weil es ihnen einfach nich liegt, dann hab ich gern geholfen. Und so ein Kandidat is der Physikmensch bestimmt. Ich würd sagen, du solltest versuchen mehr auf die Meinung anderer zu scheißen. Wenn du ma "nö, geh weg" sagst, dann solln se sich jemand anderes suchen, der ihnen das erklärt, solche Menschen schlängeln sich doch oft durchs Leben und schaffen das auch irgendwie, auch ohne deine Hilfe. Nur machst du es ihnen anscheinend zu einfach und sie müssen nur einen Anlauf starten und da bist du. Ich weiß nicht, wie ichs ausdrücken soll, aber wenn sie so nicht "deine Freunde" sind, wieso extra nett sein, dass die denken, du seist nett? Pech für die. Du machst dein Ding, Punkt.

    Und zu dem Treffen: Da wird sich sicher irgendwas finden, worüber man reden kann. Von den Serien geht man über zu Filmen oder Bücher oder keine Ahnung was. Du hast die Chance, dass wenigstens eine von den den zweien darauf anspringt ;) Ich hab das Problem, dass ich zu viel und zu offen rede. Neulich hab ich auf einer Party aus dem Nichts heraus erzählt, dass ich ein Buch über Herpes gelesen hab und ich alles darüber weiß. Das Schlimme war, dass mich niemand gestoppt hat und ich Details aus meiner Herpesvergangenheit erzählt hab und das wildfremden Menschen :/ [ich hoff, ich konnt dich n bisschen zum Schmunzeln bringen :P]

    Ich könnt dir noch so viel schrieben und will dir noch so gern mehr helfen, aber das sprengt wohl das Kommifenster :(

    Kopf hoch, das packst du! Zumindest das mit dem Treffen ;)

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  2. Vielleicht solltest du damit beginnen, dich nicht permanent selbst herunterzureden. Natürlich bist du keine Heilige, und kein Mensch erwartet das von dir, es sei denn, du baust diese Erwartung selber auf und kannst sie dann nicht erfüllen. Und das bedeutet Stress - sowohl wenn du versuchst, einem Bild zu entsprechen, das du nicht bist, als auch wenn du es nicht schaffst.

    Du willst also gerne als hilfsbereit gelten? Das ist ja schlimm! Am besten hilfst du niemandem mehr, damit kein falscher Eindruck entsteht! ;) Nein, wenn du jemandem hilfst, obwohl das in diesem Moment nicht dein innigster und freudigster Wunsch überhaupt ist, sondern du deine Ruhe haben willst, dann macht es deine Hilfe doch eher wertvoller - nicht minderwertiger. Du opferst deine Zeit, anderen zu helfen, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Dass du das nicht zehnmal in der derselben Sache tun möchtest, sondern am besten nur einmal, ist einfach eine Frage der Effizienz, keine der Moral ... o.O

    Was deine Einladung zum Abendessen angeht: Auch andere Leute sind keine Heiligen, wahrscheinlich sind die beiden auch nicht restlos überzeugt davon, dass das ein bombiger Abend wird, aber sie werden das Beste versuchen, immerhin bist du ihr Gast. Anstrengend kann der Abend nur dann werden, wenn sich beide Seiten ständig Gedanken darüber machen, wie sie sich richtig verhalten sollen ... Am einfachsten ist es doch, wenn man sich darauf einlässt, was passiert, und selbst wenn du nicht spontan genug bist, ein Schweigen zu überbrücken, dann sind es die anderen beiden.

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  3. Hey Varis, ich möchte dir auch meine Gedanken dazu schreiben (und ich schreibe das jetzt weil ich helfen möchte)

    Als erstes solltest du aufhören dich als schlechten Menschen darzustellen, das ist doch überhaupt nicht wahr. Ich kenne dich jetzt zwar nicht wirklich, aber selbst ich kann sagen dass du alles aber kein schlechter Mensch bist.
    Es macht dich überhaupt nicht schlecht wenn du anderen aus Egoismus heraus hilfst, immerhin hilfst du ihnen. (Außerdem reflektierst du das sogar! Das würde ein Egoist niemals tun!)

    Aber ich kann verstehen dass es dich annervt immer freundlich zu sein und jedem zu helfen und immer gebeten zu werden usw. Ich konnte früher auch nie nein sagen, aber das ist etwas was du denke ich viel öfters machen solltest.
    Niemand erwartet von dir dass du hilfst und niemand wird dich für eine schlechte Person halten wenn du eben nicht hilfst. Ich denke es kann dir ein guter Rahmen sein, wenn du nur dann hilfst wenn du das auch möchtest, und dir auch mal erlaubst Arschloch zu sein. Denn dann wirst du auch nicht mehr oft darauf angesprochen werden und wenn dich dann jemand fragt ist es eben nicht mehr trivial, wie wenn dich jeder um etwas bittet. (Denn die kommen nur zu dir weil sie wissen dass du immer ja sagst und allen hilfst usw. aber sie sind ohne dich alles andere als aufgeschmissen.)

    Zur Wut kann ich dir nur empfehlen dir ein weiteres Ventil zu suchen, damit du das nicht an deinem Freund auslässt, da das schon unfair ist das an ihm auszulassen. (Schlechte Televerbindungen würden mich aber auch extrem nerven! Aber vll gibts dafür irgend eine Lösung...) Ich werfe z.B. gerne Kissen an die Wand oder spiele Spiele bei denen ich total gemein sein kann (hehe).
    Aber ich finde auch, dass du das nicht immer verbergen musst vor anderen Menschen, dich wird niemand für gemein oder schlecht halten wenn du mal wütend bist oder deinen Kopf durchsetzt usw.

    Ich habe auch mein Leben lang meine Wut ständig unterdrückt und konnte nie nein sagen usw. also ich weiß denke ich in etwa wie du dich fühlst.

    Zu dem Abendessen, da hab ich auch nicht so viel Erfahrung, weil ich auch noch nie eingeladen wurde und so, aber du solltest dir keine Gedanken machen und dir ausmalen was schief laufen könnte. Denk daran dass du dir einen netten Abend machst. Und Gespräche vorher auszumalen und Themen zurecht zu legen klingt jetzt auch vernünftig, zumal ihr bestimmt über euer Studium reden werdet oder?
    Ich denke du solltest das einfach genauso machen wie du dich am wohlsten mit fühlst.

    Aber deswegen musst du dich nicht social awkward fühlen ... auch hier kann ich sagen dass ich das sehr lange von mir gedacht habe, mir immer eingeredet habe und wurde, weil ich mit meiner Umwelt nicht zurecht kam, aber letztlich gar nicht wahr war/ist. Doch ich muss mich gut, angenehm und frei fühlen, damit ich mich in sozialen Situationen wohl fühle. Wenn es mir aber dreckig geht, ich traurig oder unsicher bin oder dergleichen, brauche ich meine Ruhe und muss alleine sein und dann bekomme ich soziale Ängste.
    Ich weiß nicht ob es dir da ähnlich geht ...

    Aber ich hab das Gefühl dass du schon ganz normal sozial bist. (ich hab da ganz andere kennen gelernt die wirklich awkward sind! >.>)

    Mach dir also nicht so einen Kopf über die anderen, sondern versuch genauso zu sein wie du bist! Du musst es niemandem gerecht machen, sondern nur für dich selbst sorgen.

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  4. also wegen der katzenmutter und den kleinen haben wir das tierheim verständigt und die haben sich da dann drum gekümmert:)
    ...und ich denke mit der neuen Kamera bekommst du sicher super AMU Fotos hin!

    hm ist zwar ein verdammt einfacher "tipp" aber sei du selbst und sei ehrlich...das mach ich immer...wenn mir unwohl ist oder ich mir komisch vorkomme sage ich das^^
    Hatte letztens die erste Nachhilfestunde mit meinem neuen Nachhilfeschüler und wir hatten aber da es eh Ferien gab nach 2 Tagen nichts zum arbeiten und mussten unsere Zeit abquatschen und ich war ehrlich meinte das ich das jetzt fast schon peinlich finde da zwanghaft 45 minuten zu verquatschen und hoffe das es ihm nichts ausmacht wenn ich aus nervösität einfach alles mögliche fasel^^
    War dann doch recht locker und Gesprächsthemen schnell gefunden nach anfänglichen schwierigkeiten!:)

    Kopf och hmmm^_^!

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  5. Hi!

    Ich kenne das Problem, dass ich mich über z.B. Kollegen ärgere und dann das gar nicht mitteile und für mich behalte und mich nur bei meinem Schatz & Co auskotze oder, dass ich das eben sage und mir dann hinterher tausende Gedanken mache, weil ich ein schlechtes Gewissen habe und auch denke, dass mich jetzt eben keiner mehr mag.
    Mir hat mal jemand gesagt (was mir auch geholfen hat), dass ich das Recht habe andere Menschen nicht zu möge und dass das völlig normal ist, ander Menschen aber auch das Recht haben mich nicht mögen dürfen.
    Kopf hoch!Ich kann dir gar nicht viel raten, da ich viele der Punkte auch selbst gut kenne.
    Lass den Kopf nicht hängen :-)
    LG

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  6. Naja, ich kann diese Einstellung, dass du von allem gemocht werden willst nicht verstehen. Ich mein, es gibt bestimmt einige (oder viele) Menschen, die du nicht abkannst. Weil sie doof zu dir waren, oder weil die arrogant sind oder aus sonst was für Gründen, und es gibt auch einige Menschen, die dich nicht mögen, so ist es nun mal. Es geht nicht, dass man von allen gemocht wird. Und kennst du den Spruch "it is better to be hated for who you are than to be loved for you are not"? Darüber solltest du mal nachdenken. Wenn dich Menschen mögen, dann sollen sie dich doch für das mögen, was du und wie du bist, und nicht für das Image, was du dir krampfhaft versuchst aufzubauen. Lass deinen Gefühlen doch mal freien Lauf. Du darfst Leute nicht mögen, du darfst auch mal schlechte Laune haben, genervt sein, meckern und den Leuten deine Meinung geigen (okay, am besten höfflich und ohne schwere Gegenstände durch die luft zu werfen xD), auch ohne schlechtes Gewissen zu haben...es ist eben...menschlich!
    Und was die Einladung angeht, kenn ich das Problem, aber wenn dir die Menschen sympatisch erscheinen, wirst du bestimmt was zu reden finden (ich habe nämlich auch immer Angst nichts zum reden zu finden, und dass dann so eine peinliche Stille eintritt)...ich mein ihr studiert an derselben FH, ihr habt das eine oder andere gemeinsame Interesse und njoa...wird schon...mach dir nich zu viele Gedanken, entspann dich.....und denk daran, es ist normalerweise die Aufgabe der Gastgeber, den Gast zu unterhalten und dafür zu sorgen, dass ihm nicht langweilig wird :D

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  7. Hey, erstmal danke für eure langen und lieben Kommentare o.o *schluck* Hätte nicht gedacht dass das so viele Leute überhaupt lesen und sich Gedanken dazu machen ^^"

    Da es aber für einige von euch unverständlich scheint, wieso ich "von allen gemocht werden will"... will ich das gerne erklären. Das hat schon einen bestimmten Grund, und zwar dass ich in meiner Schulzeit mehr als zur Genüge erlebt habe wie es ist wenn einen keiner mag und man das täglich zu spüren bekommt... Natürlich ist es nicht gut, wenn ich mich verstelle oder dergleichen, und es wird auch immer Menschen geben denen ich einfach von Anfang an unsympathisch bin. Aber ich versuche einfach nett zu allen zu sein, unter Anderem weil ich hoffe dass ich dadurch irgendwann richtige Freunde finde. Leute, die einen nicht nur ausnutzen sondern auch zu mir halten und mich akzeptieren wie ich bin, und auch für mich da sind, und nicht nur umgekehrt...
    Denn unter den fast 60 Leuten in meinem Studiengang hab ich keinen einzigen den ich als Freund oder auch nur guten Kumpel bezeichnen würde. Ja, es ist schlimm ausgenutzt zu werden (und ich lasse es natürlich auch nicht immer zu) aber für mich ist es noch viel viel schlimmer wenn einem offen mit Ablehnung und sogar Hass begegnet wird. Das hatte ich schon mal und will es auf keinen Fall nochmal erleben...
    Vielleicht hilft das ja, zu verstehen warum ich diese Einstellung hab.

    Ansonsten nochmal danke für eure lieben Worte. Das hilft mir sehr, danke.

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  8. Ui, was habe ich den Beitrag zu Beginn verschlungen. Bis du dann auf den Partner zu sprechen kamst, das traf dann nicht mehr so auf mich zu. Mangels Partnerschaft müssen bei mir eben die Freunde und Bekannte „dran glauben“. Wobei es eher Bekannte sind, für Freundschaften bin ich irgendwie nicht gemacht :-/ Entsprechende Ratgeber würde ich daher auch nicht ablehnen.

    Und die Erläuterungen zu Schule/Studium kann ich auch nicht so unterzeichnen. Ich hab mich damals immer möglichst still und unauffällig verhalten, um möglichst wenig Angriffsfläche zum Mobbing zu bieten.

    Aber die Gesprächsthemenproblematik kenn ich sehr gut. Gerade als Zuviel-Gedanken-Macher steh ich mir da oft leider selber im Weg. Zumal ich mich bei meinen noch verbliebenen Kontakten auch nur mit einem Freund/Kumpel auf einer Wellenlänge fühle.

    Da solltest du dir aber nicht so große Gedanken machen, die kennen dich ja wohl ähnlich wenig. Und die sind zu zweit, da können die beide zusammen für (mindestens) doppelt so viel Gesprächsthemen sorgen :-)

    Und fühle dich nicht schlecht. Wenn einem geholfen wird, obwohl man sich wenig kennt, geht man kaum davon aus, dass der es in erster Linie wegen einem selbst ist. Und ich hab auch genau gedacht wie Kelhim: Du hast auf jeden Fall Zeit für den anderen geopfert. Der Grund ist egal, letztlich zählt das Ergebnis. Und das ist wohl gut ausgefallen, also kannst du auch stolz auf dich sein :-) Sieh es positiv: Sei froh, dass du selbst mit deinem Auswegsverhalten gut ankommst. sieh es als Chance, aber pass auf, dass du dich nicht zu sehr verstellst.

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  9. Der Post ist zwar von letzter Woche und wahrscheinlich fand das Treffen mittlerweile schon statt, aber ich kann auch nur sagen: Sei du selbst und verstell dich dabei nicht! :)
    Wenn du dich unwohl oder überfordert fühlst, dann kannst du das auch bei dem Treffen offen kundtun - vielleicht haben die beiden genau das selbe Problem wie du. ;-)
    Ach: Eventuell wird daraus ja auch eine Freundschaft, who knows..?! :)

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