Sunday, March 11, 2012

Do you remember 11 March 2011 ?


Wisst ihr noch wo ihr wart, und was ihr gemacht habt, als ihr vor einem Jahr von der Katastrophe von Fukushima erfahren habt?
Erinnert ihr euch noch an die Bilder?

Heute jährt sich die Katatsrophe zum ersten Mal, und ich stelle mir die Frage: Was hat sich verändert?
Nach Fukushima gingen die Menschen auf die Straßen und protestierten gegen Atomkraft. Politiker schwangen große Reden, dass man von der Atomkraft weg wolle und auf erneuerbare Energien setzen wolle. Andere waren da skeptischer und meinten, der Anteil an Atomkraft ließe sich nur durch Kohlekraftwerke ausgleichen, deren umweltschädigende Einflüsse ja ebenso außer Frage stehen.
Heute blicke ich auf die Welt, und sehe nur, dass Präsident Obama weiterhin auf nukleare Energie setzt, und neue Kraftwerke bauen will.. Ich sehe dass die größten Atomkraftwerke noch immer am Netz sind. Ich sehe das Frankreich unbeirrt weiter auf Atomkraft setzt - nun, hätte mich auch überrascht wenn es anders wäre, schließlich sind es größtenteils französische Firmen die Atomkraftwerke in Europa planen und bauen. Nicht nur Atomstrom, sondern auch die Technologie um diesen zu erzeugen ist also ein "wertvolles" Exportprodukt.
Ich habe gehört, dass Deutschland weiterhin versucht, alternativen zu finden und schrittweise den Anteil an Atomenergie zu verringern. Ich hoffe auf das Beste, dass sie es auch schaffen.

In Fukushima scheint die Bedrohung fürs erste gebannt zu sein. Dennoch - eine 20km Zone rund um das Kraftwerk bleibt als Sperrgebeit bestehen. Die dekontamination wird noch Jahrzehnte dauern. Die Umgebung ist verseucht und für Menschen ist der Aufenthalt dort lebensbedrohlich. Dann gibt es da ja noch die Tepco-Arbeiter, die unermüdlich daran arbeiten dass der Reaktor stabil bleibt. Man muss sich das auch mal vor Augen führen - dort arbeiten täglich Menschen. In einem Sperrgebiet. Das radioaktiv verseucht ist. In unmittelbarer Nähe zu den Reaktoren.
Das sind nicht die Manager, die für dieses Desaster vielleicht zum Teil die Verantwortung tragen. Es sind Arbeiter, die für das Unglück genauso wenig können wie die 80.000 Anwohner, die aus der Gegen evakuiert werden mussten.

Immer wieder wird diskutiert, dass so ein Unfall zwar schlimm sei, aber wenn man die Standards für die anderen AKWs hoch genug ansetzt, "Stresstests" macht und so beweist, dass sie einem Erdbeben/Tsunami/Terroranschlag absolut stand halten können, sei das alles doch gar kein Problem.
Dabei wird das größte Problem der Kernenergie so offensichtlich außer acht gelassen, dass ich mir die Haare raufen möchte.

WAS IST MIT DEM MÜLL?

Radioaktiven Müll gibt es nicht ausschließlich durch AKWs. Auch zum Beispiel in der Meidzin fallen verstrahlte Abfälle an, die irgendwo gelagert werden müssen. Der Unterschied ist der, dass wir zur Atomkraft alternativen haben, und der Müll dort in viel größeren Mengen anfällt. Irgendwo muss der dann eben auch gelagert werden.
Und dann geht das eigentlich Problem los: Wie lagert man etwas, das in zehn tausenden von Jahren noch immer noch 50% (!) seiner Gefährlichkeit aufweist? Wie lagert man es so, dass auch kommende Generationen in unvorstellbar ferner Zukunft noch wissen was dort unter Tonnen von Stein begraben liegt?

Wie wir mit unserem Planeten umgehen, und ihn für die, die nach uns kommen, verseuchen und zerstören ist ja nichts neues. Hier stellts sich aber ein ganz neues Problem, denn wenn man sich die Menscheit so anschaut ist es fraglich, ob wir in 10.000 Jahren überhaupt noch auf diesem Planeten sind.
Aber vielleicht sind es dann andere, die als "dominante Spezies" über die Erde "herrschen". Und wie schützt man die davor, einen Haufen radioaktiven Müll auszugraben, wenn menschliche Technologie und Informationsträger längst nicht mehr existieren?

Das alles klingt so weit weg und so unglaubwürdig, dass man am liebsten gar nicht darüber nachdenkt.
"Ist nicht mein Problem - interessiert mich nicht." denken sich viele.
Aber es IST auch unser Problem, denn wenn man sich die angeblich ach so sicheren Endlager die wir heute für den Radioaktiven Müll haben ansieht, merkt man dass auch für uns eine unmittelbare Gefahr besteht. Verseuchtes Trinkwasser, verseuchter Boden, verseuchte Regionen - selbst wenn die AKWs zu 99,99999% sicher vor Katastrophen sind.
Und wenn die Katastrophe dann eintritt, ist ihr sowieso niemand mehr gewachsen.

Der GAU ist in einem Atomkraftwerk der Größte Anzunehmende Unfall. Wenn dieser eintritt, gibt es Notfallpläne, jeder Handgriff mussen sitzen und jeder muss wissen was er tut, damit eine Katatsrophe verhindert werden kann.
Doch wenn der Super-GAU eintritt, dann ist die Katastrophe schon passiert. Und wenn wir Pech haben müssen wir wie bei Tschernobyl daneben stehen und zusehen, wie alles den Bach runtergeht.

 Nicht dein Problem? Interessiert dich nicht? Vielleicht interessiert es, wenn man merkt wie sehr man selbst betroffen ist.
Noch heute gibt es Regionen in Österreich, in denen man davon abrät, Pilze zu sammeln und Wild zu jagen und zu verzehren. In diesen Regionen gingen 1986 große Mengen an radioaktivem Fallout nieder und noch heute sind in diesen Gebieten stark erhöhte Strahlungswerte messbar. In Deutschland gibt es solche Gebiete ebenfalls, soweit ich weiß. Betrifft es euch immer noch nicht? Wie sieht es aus, wenn das nächste Mal das Fallout über eurem Zuhause niedergeht? Wie, wenn das AKW in eurem Bundesland hochgeht? Und wie, wenn IHR diejenigen seid die evakuiert werden müssen? Wenn der Super-GAU vielleicht Mitten in Europa eintritt. Was machen wir dann?



Ich wünsche mir nur eines - das so etwas wie Tschernobyl oder Fukushima nie, nie wieder passiert.
Nicht, weil die Menscheit es schafft 100% sichere Atomkraftwerke zu konstruieren.
Sondern wel die verbliebenen AKWs abgeschalten und nie mehr in Betrieb genommen werden.

11 comments:

  1. Ich gebe dir vollkommen Recht. Wir sind alle davon betroffen. Auch wenn wir in Österreich kein AKW haben, an den Grenzen stehen genug und wenn da was passiert, werden wir alle 100% dran sein ...

    Leider reden die Politiker und auch alle anderen immer nur groß, sie werden aus Geldfragen nie etwas ändern, auch wenn es 100 000 umbringen würde ...

    Vani (:
    http://cold-blooded-woman.blogspot.com/

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  2. Ich find das auch schlimm. Und gebe dir auch Recht. Nur, dass auch wenn die Politiker es gerne hätten und lange labern, man die Atomkraftwerke nicht einfach abschalten kann. Weil wir noch keine brauchbaren Alternativen haben. Erneuerbare Ressourcen sind schön und gut, aber sie liefern einfach nicht genug Energie. Man muss sie entwickeln klar, und vielleicht ist es eines Tages soweit, dass wir auf Atomkraftwerke verzichten müssen. Aber heute können die Poliker eben nur labern. Und dass sie hier in Deutschland auf einmal alle so öko und umweltbewusst tun, bringt auch keinem was. Denn angenommen, in Frankreich würd was hochgehen....Dann sind in Deutschland (und Österreicht und dem Rest-Europa) genauso alle gearscht...die müssen das schon entweder alle zusammen regeln....dass Deutschland total auf Anti-Atomkraftwerke tut und dann die fehlende Atomenergie in Frankreich einkauft und die Atomkraftwerke da unterstützt, das ist ja mehr als lächerlich.

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  3. Ich fänds schön, wenn wir mehr auf regenerative Energie setzen wuerden.
    Falls ich mal ein Haus habe, moechte ich gern eine Photovoltaikanlage haben und nen Pellets-Ofen usw...
    Denn leider zerstoeren ja auf Windparks und riesige Wasserkraftwerke unsere Umwelt :/

    In Dland gibts in Niedersachsen (also gen Norden) eine Region, in denen immer noch viele Kinder geboren werden, bei denen Leukaemie ausbricht...
    Im Jahr 1986 wurden nach dem Unglueck von Tschernobyl in Dland (und woanderd natuerlich auch) viel mehr behinderte und/oder herzkranke Kinder geboren als in anderen Jahren - mein großer Bruder gehoert leider dazu. Meine Mutter war schwanger mit ihm als der SuperGAU eintrat und er ist zu 99% nachweislich dadurch nun behindert.

    Da soll echt nochmal jemand sagen, dass er nicht betroffen ist bzw nicht sein wird.
    Wenn ich daran denke was haette passieren koennen letztes Jahr wenn das AKW noch mehr zerstoert worden waere... auch ich war da ja schwanger und ich bin ich heilfroh, dass meine Tochter gesund zur Welt kam!

    Und ich denke auch deswegen noch oft an das Unglueck dort... an die Menschen, aber vor allem an die Kinder!

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  4. Es kommt mir gar nicht wie ein Jahr vor - irgendwie sitzt "es" einem noch so kalt im Nacken mit Fukushima... Nach dieser Katastrophe haben wir sofort unseren Stromanbieter gewechselt. Macht für den einzelnen keinen Sinn? Kommt eh alles aus einer Dose? Das Problem ist einfach, dass alle denken "Wenn der das macht, dann mach ich es auch so!!" Ob es die billigen Eier sind die unter Tierquälerei produziert werden, oder eben der Atomstrom. Man kann immer so schnell sagen: "Da müssen DIE in der Regierung was tun..." Aber letztendlich will niemand mehr zahlen oder auf irgendwas verzichten. Wahnsinnig traurig. Ich habe mich erst letztens mit jemanden darüber unterhalten, etwas "unweltbewusster" zu Leben. Die Antwort war "Es bringt doch nichts wenn ICH mich anders verhalte - die anderen tun es immernoch." Was passiert ist, kann man nicht rückgängig machen... Aber NIEMAND sollte die Verantwortung dafür von sich schieben.

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  5. Ich hab ja im Sommer 2011 für Tschernobyl Kinder Spenden gesammelt (als ferialjob) hab aber nach 3 Tagen wegen Gesunheitlichen Problemen & den Thema selbst aufgehört. Denn mein Vater war in Weißrussland und das bei Tschernobyl... Er wurde von Österreich angrufen als die Wolke gerade über Weißrussland war, hatte keine Ahnung und wurde erst darüber informiert als er von Schwechat ins Atomforschungszentrum gebracht wurde. Kurze Zeit darauf wurde meine Mutter schwanger und verlor im 6ten Monat das Kind. Wie es ausgeschaut hat, kann man sich wohl denken.... Gott sei dank war das ganze nur temporär bei uns, denn mein Bruder und ich sind gesund. Aber in der Hinsicht betrifft es mich eben doch sehr. Ich habe beim Spendeneinsammeln auch auf einmal zu weinen begonnen, weil mich eine Frau fragte warum ich genau für das sammel.

    Österreich ist ein Ausnahmeland bei diesen Thema, aber auch wenn wir keine AKWs im Betrieb haben: unsere Umgebung ist eine tickende Zeitbombe. Wieviele Zwischenfälle gab es schon in Temelin? Genügend. Wieviele AKW's in unserer Umgebung sind veraltet? Einige.
    Das Problem ist acuh, dass wir ein zu kleiner Staat sind. Wenn Frankreich mit AKWs aufhören würde und dies von den Umgebung fordern würde, wetten wir sie würden es tun?
    Ich hab mit 11 Jahren erfahren, dass der Wind von Temelin meist genau auf Wien weht. Wenn dort etwas passiert ist in eine Stunde die Wolke da...
    Das lagern ist ja auch ein Problem, war ja auch in Fukushima so. Da hat das Lager zum brennen begonnen. Irgendwie finde ich es echt traurig, dass die Leute noch immer nicht kapieren was los ist wenn etwas passiert. Ich mein klar es muss nicht, aber es kann. Und das wäre jede Minute möglich.

    Desweiteren ist die Zone um Fukushima zu klein. 30km von den Reaktor entfernt ist es ebenfalls verstrahlt. Darum kümmert sich aber auch keiner. Wenn man rechnet wie weit Tschernobyl von uns entfernt war und WIR jetzt noch immer verseuchten Boden haben, wie weit sollte dann die Sperrzone reichen? Viel weiter als er es tut....

    Und da du gefragt hast, ob man sich erinnern kann: Ich saß in der Schule und war auf Twitter. Miyavi schrieb etwas über den Tsunami und dann hab ich es schon gewusst. Einen halben Tag später kam Fukushima dazu. Ich ging dann zu meinen Biologie Professor, ob er was weiß, da seine Frau aus Japan kommt (aus Miyagi). Er wusste nichts und fuhr auf der Stelle heim.

    Am nächsten Tag hab ich in der Früh via Handy sofort Nachrichten gelesen. Ich weiß noch dass es damals 1000 Tote waren und ich erzählte das meinen Freund und er hat dann gemeint "Was interessieren die dich? Das ist am anderen Ende der Welt und du kümmerst dich nur darum? Ich will eine schöne Zeit mit dir verbringen und nicht Tote betrauern"
    Darauf bin ich ausgeflippt, hab ihn fast schon angeschrien was ihm einfällt sowas zu sagen....

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  6. Das ganze Gerede der Politiker um die Atomkraft ist doch eh ein Witz. Die haben alle (oder zumindest höchstwahrscheinlich die meisten) keinen blassen Schimmer von der Sachlage, was Radioaktivität überhaupt genau ist, wie das funktioniert und so weiter. Und die Journalisten, die über Atomkraftwerke und eben auch Fukushima berichten, haben genauso viel Ahnung.
    Die ganzen Arbeiter, die dort versucht haben, das Schlimmste zu verhindern, und auch die, die dort jetzt arbeiten, tun mir Leid... Ich meine, irgendwer muss den Dreck ja ausbaden, aber ich muss ja nicht den Artikel wiederholen...
    Ich meine, die halten da nen Geigerzähler hin, sagen 'Ok, ihr dürft da rein', aber die Geigerzähler messen nunmal nur die Gamma-Strahlung. Wenn die Arbeiter aber dann Stäube einatmen, die Alpha- oder Beta-Strahler sind, ist es eigenlich vorbei...
    Neulich hatten wir an der Uni einen Vortrag genau zu dem Thema Fukushima und eben auch Verseuchung der Lebensmittel (naheliegend bei meinem Studiengang...), in Japan wird streng darauf geachtet, dass KEIN einziges Lebensmittel das Land verlässt, das irgendwie strahlt, um dem Ruf des Landes nicht zu schaden. Den verstrahlten Kram essen die selber... Und die Grenzwerte für Lebensmittel sind ohnehin einfach nur zum Heulen... von der Politik festgelegt, ohne jegliche Hintergründe...
    Der Vortragende hat im Endeffekt eine ganze Stunde überzogen, aber es war auch extrem interessant. Irgendwie bin ich ganz froh, dass ich ein bisschen was von der Thematik verstehe, und nicht auf die Informationen angewiesen bin, die die Medien verbreiten.

    Und nochmal zum Artikel: Solche Fragen sollten sich viel mehr Menschen stellen. Vielleicht würde sich dann etwas verändern... Ich finde es gut, dass du es so deutlich ansprichst!

    Was mich betrifft, neben meiner ehemaligen Schule soll Atommüllaufarbeitung stattfinden. Aus der Asse, einem Endlager, wo hier heftig gegen protestiert wird, soll das Zeug rausgeholt werden (so wenig bins mittelmäßig verstrahlte Sachen wie Gummistiefel und so Dinge... Das härteste ist aber, dass die Fässer dort nicht gestapelt sondern einfach in die Mulden gekippt wurden... Ich war nämlich schon dort unten mit dem Chemiekurs und wir hatten eine Führung...) und dann mitten in einem Wohngebiet aufgearbeitet werden. Ich meine, der Müll ist da, keiner will ihn haben, alle protestieren sie, aber wo soll er denn gelagert oder bearbeitet werden? Der Müll ist überall schädlich... Es ist einfach zum Heulen...

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  7. Bitte gerne :)
    Aber findest du es so anders? Eig ist dein erstes Semester nicht viel anders, außer dass du viele kleine Fächer hattest, und bei mir alle Fächer min. ein halbes Semester lang gingen, und ich halt das was du in 2-3 Fächer hattest, in einem Fach hatte.
    Sowas wie Laborsicherheit hab ich gar nicht mitaufgeführt, das hatten wir nur 2 Vorlesungen lang und es kein offizielles Fach :D Protokolle schreiben lernten wir im Praktikum so nebenbei ^^
    Mathe hab ich bald im 2. Semester und Physik (inkl. Praktikum) im 3. und 4. ^^ Sowas wie Mikro und Genetik war ja bei uns ein Teil der Bio- und auch der Biotech-Vorlesung ^^
    Anatomie und Physio ist das einzige, was wir nicht hatten und auch nicht haben werden ^^ Find ich auch etwas schade, ich hätts auch gerne etwas medizinischer gehabt ^^
    Informatik bekomm ich auch im 2. Semester - ich habe aber keine Ahnung, ob wir da eher sowas wie Office oder eher Programmieren machen (ich denk aber eher letztes xD). Egal, Word kann ich, und Powerpoint, and den Rest kann ich lernen, wenn ichs mal brauche ^^
    Nen Englischkurs mache ich evtl. in diesem Semester, wenn ich Glück hab..
    Okay und so Psychotraining haben wir auch gar nicht, aber braucht man iwie nicht so, oder? ^^
    Oder was meinst du nocht, was anders ist? ^^

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  8. Es verkauft sich nach wie vor die "fukushimamilch", mütter mit kindern greifen ins regal und stellen die in ihren Wagen. Nur das deutsche Mädel daneben (=meine quelle für dieses geschehen) liest sich alle Etiketten durch und kauft Milch, die aus einem ganz anderen Teil des Landes stammt, in dem kein Fallout nieder ging.
    Das passiert anscheinend mit allen Lebensmitteln. In Deutschland wäre so etwas nicht möglich, aber die Japaner kaufens.

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  9. Ganz ehrlich: als ich angefangen habe, diesen Beitrag zu lesen, dachte ich erst „Och bitte nicht, lass Varis nicht auch eine von diesen „alles-was-Atom-im-Namen-hat-ist-böse“-Leuten sein!“ Ich habe weiter gelesen und fest gestellt, dass du nicht zu denen gehörst :) schön.
    Auch wenn ich wohl hier jetzt eine Minderheit darstelle, finde ich Atomkraft alles andere als schlecht. An sich ist die Art der Energieerzeugung (im Reaktor selbst) verdammt sauber, effizient und nach den Standards auch risikoarm. Halt, ehe das Gezeter der anderen los geht: ein Kohlekraftwerk kann dir auch um die Ohren fliegen, aber darum geht es nicht. Wie du richtig geschrieben hast, gibt es ein Riesen Problem mit der Endlagerung. Nicht nur aus der Energieerzeugung, sondern auch aus der Medizin. Genauso ist die Aufbereitung von Brennstäben verdammt teuer und aufwendig, wo ich mich immer wieder frage: warum keine Alternativen? Nein, ich rede nicht davon, die ganze Gegend mit Windrädern oder Solarzellen zuzupflastern. Das Problem liegt wohl in der Politik und am unternehmerischen Geiz. Ich habe mal eine Reportage gesehen, wo ganz sachlich und neutral über Atomkraft berichtet wurde. Was mich da regelrecht schockiert hat, war die Tatsache, dass es wohl genügen Forschungsthemen und –projekte zu alternativen Endlagern oder gar zur Aufarbeitung, etc. des Mülls gibt. Aber die Damen&Herren Politik und Unternehmen wollen das einfach nicht. Genauso wie die Unterstützung von Firmen oder Forschungsprojekten, damit Solarzellen endlich mal einen vernünftigen Wirkungsgrad erzielen…
    WTF? Und da jammert zB Deutschland darüber, dass wir in der Forschung hinterher hinken? Bzw wie können die Politiker/Unternehmer dann über Fukushima jammern und Mitleid heucheln, wo sie doch genau wissen, dass letztendlich sie an solchen Sachen Schuld sind, weil ihnen die Kröten für Forschung und Sicherheit zu Schade sind? Das ist, was mich eigentlich ärgert. Und am Ende ist eh die Bevölkerung Schuld, weil und so. >.<
    Außerdem wäre ich auch für eine sinnvolle und neutrale Aufarbeitung des Themas in Schulen, etc. Ich war entsetzt, wie viele Leute in Dtl. aus purer Unwissenheit schwuppdiwupp zu Iodtabletten, etc griffen und Panik schoben, weil in 9000 km Entfernung Strahlung war.
    Oh weh, langer Kommentar ist lang. D:

    Aber danke, dass du ziemlich sachlich darüber geschrieben hast und nicht nur eine „eh alles böse!“ Meinung vertrittst. *hug*

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    1. Der Kommi gefaellt mir! :)
      Etwas aehnliches hat mir auch mal eine Dozentin, deren Mann irgendwas in Richtung Atomenergie u regenerative Energie forscht, auch gesagt!

      Aber nein - lieber mal komplett dagegen sein und nichts hinterfragen ;)

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    2. Ich bin auch nicht komplett dagegen :) Ich hab auch mal von einem Dozenten (allgemeine Chemie an der TU Wien) von einem Verfahren gehört, mit dem man die Restreaktionen in Radioaktiven Müll schneller ablaufen lassen kann - man kann somit quasi die Halbwertszeit auf von mehreren tausend Jahren auf Minuten (oder gar Sekunden, so genau weiß ich es nicht) herabsetzen. Man kann damit quasi die Rest-radioaktivität von Atommüll nutzen um sogar noch mehr Energie daraus zu gewinnen. Klingt nach einer vielversprechenden Entwicklung, und wenn sie das wirklich schaffen und umsetzen können ist es ja durchaus okay. Dennoch bin ich dann immernoch skeptisch was die "Sicherheit" der Kraftwerke selbst betrifft.
      Wie gesagt, ich hab halt eine regelrechte Phobie vor Nuklearkatastrophen, schon seit ich klein bin.... ^^"
      Der Grund warum ich davon nichts im Post erwähnt habe ist der, dass ich leider nicht mehr weiß wie diese Technik an der da geforscht wird heißt <___< Und ich wollte auch keine Halbwahrheiten hier von mir geben ^^"

      @Seth: Ich finde es toll dass du meinen Post hier so siehst, denn ich für meinen Teil hielt ihn eigentlich für sehr "emotional" und nicht gerade objektiv. Aber gut dass das offenbar nach Außen nicht ganz so rüberkommt :)

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