Friday, April 13, 2012

"Teilzeitvegetarismus"

Wer beim Lesen des Titels bereits in Rage gerät, sollte vielleicht diesen Post mit Vorsicht genießen. Ja, es wird um Vegetarismus gehen, aber auch um Ernährung im Allgemeinen, weil dies für mich nicht erst seit meiner Ernährungsumstellung für mich ein wichtiges Thema geworden ist.
Wer also generell allergisch auf das Thema reagiert, bitte die Fassung bewahren :)


Sue hat vor einiger Zeit auf ihrem Blog ihre "Transformation" zum Teilzeit-Vegetarier beschrieben, und auch mir ist aufgefallen, dass ich selbst seit einiger Zeit "teilzeit-vegetarisch" lebe.

Wie kann man sich sowas vorstellen?
Nun, bei mir sieht das so aus, dass ich eigentlich völlig unbewusst irgendwann aufgehört habe, Fleisch zu essen, wenn ich alleine bin. Montags bis Freitags bin ich im Studentenheim und kaufe für mich alleine ein, koche für mich alleine und esse alleine. Dabei esse ich nur selten aufwändige Gerichte, und gerade Fleisch ist mir im Laufe der Zeit offenbar zu mühsam zum Zubereiten geworden.

Wenn ich jedoch am Wochenende bei meinem Freund bin, oder auch mal bei meinen Eltern, dann gibt es da durchaus auch mal Fleisch (gerade bei meinen Eltern...) und dann esse ich natürlich auch mit.

So beschreibe ich meinen "Teilzeit-Vegetarismus".


Mittlerweile ist mein Appetit auf Fleisch auch sehr zurückgegangen und es fällt mir überhaupt nicht schwer darauf zu verzichten, es geschieht völlig unbewusst dass ich beim Einkauf einfach nicht zu Fleisch kaufe. Ebenso kommt es manchmal vor dass ich sogar am Wochenende meinem Freund vorschlage, fleischlose Gerichte zu kochen, weil ich einfach keinen Appetit auf etwas mit Fleisch hab.

Allerdings sah das vor etwa einem Jahr noch ganz anders aus.
Ich weiß nicht was damals mit mir los war, aber den Symptomen nach hatte ich wohl einen Eisenmangel, da ich nach meinem Umzug ins Wohnheim recht plötzlich gar kein rotes Fleisch sondern höchsten mal noch Huhn/Pute aß, selten Fisch. Daraufhin bekam ich stellenweise so einen extremen Appetit auf Fleisch, dass ich jedes Wochenende Steak hätte essen können.
Doch diese Phase ging von selbst vorbei - ungefähr zeitgleich als ich begann Magensäureblocker zu nehmen und mehr auf meine Ernährung zu achten. Warum auch immer, aber jetzt hat sich meine "Fleischlust" wieder gelegt.

Auch damals aß ich aber bei weitem nicht "viel" Fleisch. Unter der Woche kam ich vielleicht auf kanpp 100g Schinken, ab und an mal ein Stück Hühnerfleisch, und am Wochenende mal ein bisschen mehr. Doch das von vielen Leuten gelebte Prinzip, bei jeder Mahlzeit müsse undbedingt Fleisch dabei sein, gibt es für mich schon lange nicht.

Mittlerweile kann ich sehr gut mit sehr wenig Fleisch leben, aber ganz und gar darauf verzichten möchte ich dennoch nicht. Eben wenn ich mal Essen bin, oder meine Mutter was tolles kocht, sei es Steak oder Lungenbraten oder Carpaccio, dann möchte ich mir das auch gönnen, und ich tue das, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, denn die Mengen sind gering, und das kann ich für mich selbst ökologisch verantworten.

Ethisch betrachtet habe ich ja sowieso eine ganz eigene Einstellung zu dem Thema, die wohl nicht viele teilen, aber von der man mich auch nur noch schwerlich abbringen können wird.
"Fleisch essen ist Mord" ist für mich kein Argument für Vegetarismus. Tierschutz ist gut und wichtig, doch ich schätze ALLE Lebewesen - und dazu gehören nunmal auch Pflanzen. Ja, auch Pflanzen sind Lebewesen, haben einen Stoffwechsel, wachsen, pflanzen sich fort. Sie haben kein kuscheliges Fell und keine braunen Knofpaugen, und sie können nicht schreien vor Schmerz oder Angst, aber sie leben, genauso wie eine Kuh oder ein Schwein. Und ich bin überzeugt davon dass sie auch Schmerzen und Stress empfinden können, bloß entziehen sich die Mechanismen dahinter noch unserem Verständnis.


Ich respektiere jedes Leben, vor Allem jenes welches zu meinem Überleben beiträgt, egal ob pflanzlich oder tierisch. Wir Menschen sind heterotrophe Lebensformen. Wir sind auf andere Lebewesen die uns versorgen angewiesen, denn im Gegensatz zu pflanzen können wir nicht aus Sonnenlicht und Wasser Energie gewinnen und organische Verbindungen aus inorganischen aufbauen. Wir müssen bereits bestehende organische Verbindungen aufnehmen und verwerten. Egal wie man es dreht und wendet, wir leben von anderem Leben.

Mit diesen Gedanken im Kopf bleibt mir nur noch der ökologisch/ökonomische Hintergrund des Vegetarismus über, den ich auf jeden Fall sehr schätze und respektiere. Ich versuche meinen ökologischen Fußabdruck auf anderem Wege möglichst gering zu halten, was die Ernährung betrifft. Ich kaufe regional und saisonal: ich achte darauf dass die Produkte die ich kaufe einen möglichst kurzen Transportweg hinter sich haben, wenn möglich aus Österreich stammen, und nicht durch die halbe Welt chauffiert wurden. Gerade bei tierischen Produkten wie Milch, Milcherzeugnissen und Eiern (wobei ich letztere auch nur alle heiligen Zeiten esse, und wenn dann eher zum Backen benötige) ist es in Österreich nicht so schwer mit gutem Gewissen einkaufen zu gehen. Wir haben die Bergbauern, wir haben Produzenten die sich dem Erhalt der österreichischen Landschaft verschrieben haben, wenn man zum Beispiel im Ennstal in der Steiermark unterwegs ist kann man Nachmittags beim Wandern quasi die Kühe streicheln deren Milch man Morgens getrunken hat. In dem Ort wo mein Freund früher gewohnt hat gibt's einen Bauern, dessen Hühner überall frei herumlaufen dürfen, der ab Hof Eier verkauft. Muss man da wirklich ein schlechtes Gewissen haben wenn man so ein Produkt konsumiert?
Saisonales Einkaufen ist nicht immer so leicht, aber wenn man den ersten Punkt beachtet geht das meist auch Hand in Hand, denn außerhalb der jeweiligen Saison gibt es nunmal gewisse Lebensmittel gar nicht aus dem Inland sondern nur aus ausländischen Gewächshäusern etc.

Ich verstehe jene Vegetarier nicht, die sich als so umweltfreundlich rühmen, weil der Fleischkonsum so eine schlechte CO2-Bilanz hat, aber nicht darüber nachdenken was sie da eigentlich tun wenn sie Ananas, Mango und Bananen kaufen (Ab und an - okay. Aber auch hier gilt doch genauso wie beim Fleisch: Die Menge macht den Unterschied!)
Ich verstehe auch jene Vegetarier nicht, die sagen sie haben Mitleid mit den Tieren und wollen sie deswegen nicht essen, denn ich für meinen Teil habe eben Respekt vor allem Leben, tierischem, pflanzlichem, baktierellem!
Und ich verstehe ganz besonders nicht jene Vegetarier, die auf Fleisch verzichten, dann aber zu fast jeder Mahlzeit möglichst fleisch-imitierendes Tofu futtern. Da gönn ich mir doch lieber einmal die Woche echtes Fleisch, anstatt mich selbst so zu kasteien, oder nicht? ._.

Ich denke wenn jeder Mensch seinen Fleischkonsum einschränken würde auf 1-2x die Woche, dann würde sich auch die CO2-Belastung einpendeln auf ein Maß, das durchaus zu verkraften ist.
Ich plädiere daher für ein "bewussteres" Essen, oder besser noch, mehr Bewusstsein beim Einkaufen. Einfach mal ein Produkt in die Hand nehmen, durchlesen was darin ist, und sich fragen wo das herkommt. Oder gerade in Österreich, darauf schauen ob vielleicht sogar die Adresse des Bauern irgendwo steht (bei vielen Gemüsearten und Fleisch der Fall!). Bewusst sein sollte man sich eben auch, dass Fleisch nicht zu jeder Mahlzeit zwingen dazu gehört, und das ist eine Botschaft die sich leichter vermitteln lässt als "Fleischfresser sind Mörder", und die mit der richtigen Zusatzinformation wohl auch eher von den Leuten angenommen wird.


In diesem Sinne - ich bekenne mich zum Teilzeitvegetarismus!

Wie denkt ihr darüber?

(übrigens ist Fisch per definition kein Fleisch, denn "Fleisch" stammt von warmblütigen Tieren. Fisch, Meeresfrüchte, Frösche, Schlangen, Insekten.... alles kein "Fleisch" aber doch lebendig...)

22 comments:

  1. Das kommt mir sehr bekannt vor. Alleine zuhause finde ich Fleisch einfach zu aufwendig und auch zu teuer. Deswegen mach ich mir dann lieber n Gemüseauflauf. Am WE wird dann aber gerne mal n Schnitzel oder so gegessen.

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  2. Ich esse seit über 20 Jahren kein Fleisch mehr - gefehlt hat es mir noch nie...im Gegenteil ;)

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  3. Mir ist aufgefallen, dass der Trend hin zur veganen Ernährung geht, aber die wenigsten kriegen das gemanaget.
    Früher, so vor 20, 30 Jahren war es ja durchaus üblich, Fleisch nur am Wochenende zu essen. (Teilzeitvegetarismus ist das deswegen ja nicht :) Ich perönlich denke, das hat was mit den teilweise zu günstigen Preisen zu tun. Der Konsum wurde einfach mit der Zeit immer größer / zu groß.

    Ich teile übrigens deine Meinung zum Teil, was das mit den Pflanzen angeht. Irgendwas muss der Mensch ja essen und Tofu essen die meisten ja eher nicht, weil es aussieht wie Fleisch, sondern eher, weil es wichtige Nährstoffe ergänzt.

    Irgendwie finde ich es seltsam, dass jeder zweite meint seine Ernährungsweise gegenüber anderen rechtfertigen zu müssen.
    Jeder muss selber wissen, was sein Körper für gut befindet und was nicht.

    Liebe Grüße
    Plüschokalypse
    (Vegetarierin)

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  4. Och - ich esse auch selten Fleisch. Naja was heißt selten - sagen wir mal "nicht täglich" bzw "alle 2-3 Tage".
    Warum? Weil mir ich zwar gern Fleisch esse (ja, mir schmeckt "Leiche". Buahahaha!) aber es nicht täglich essen möchte. Warum auch - gibt doch auch so viel leckeres fleischloses Zeug (Gemüeselasagne, süße Pfannkuchen, Eintöpfe usw)

    Und ich kann jeden Absatz dieses Posts so unterschreiben, wie er da steht! Du sprichst mir quasi aus der Seele :)

    Btw hab ich sogar mal zwei Wochen lang jegliches Fleisch in usneren gerichten durch Ersatzprodukte zu ersetzen (einfach mal um zu schauen, ob es uns "schmeckt")... was soll ich sagen? Es war ok - aber ich bin eigentlich auch kein Fan von "Ersatzprodukten", grade wenns ums Fleisch geht! :/

    Von meiner "Hafermilch" mit Vanillegeschmack mal ganz abgesehen - hab mal ne leckere Alternative zu Minus-L-Milch gesucht... boah diese Hafermilch hat wie Wasser mit Vanilleschmack geschmeckt und war im nachgeschmack eher pappig. Ieh! >_<

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    1. Also mir schmeckt Reismilch ganz gut ^^

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    2. Reismilch habe ich noch nicht probiert :)
      Halt nur diese "Smelk"-Hafermilch und die hat echt nur nach Wasser geschmeckt ._.

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  5. Ich bin seit 2,5 Jahren Vegetarierin und meine ganze Familie isst dadurch maximal einmal alle zwei Wochen Fleisch und haben auch keine Lust mehr drauf.
    Das sind inzwischen wohl auch alles Teilzeitvegetarier geworden :'D

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  6. der artikel ist toll geschrieben :)

    ich ess sehr gerne fleisch in den verschiedensten variationen. dafür wird mir von käse pur (also auf brot und so), zu viel käse in einem gericht, butter und milch schlecht.

    meine co2 bilanz interessiert mich absolut gar nicht, seit es die erde gibt, ändert sich deren klima immer auf die ein oder andere weise. das gelabere von wegen der mensch ist daran schuld ist doch nur marketing und geldmacherei.

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    1. Finde ich auch - wir habens sogar mal in Physik durchgenommen mit den ganzen "Phasen" ... momentan tauen wir sogar quasi noch aus der letzten Eiszeit auf...
      Der Mensch verstärkt dieses "Auftauen" zwar minimal, aber er ist nicht der Hauptgrund warum es immer wärmer wird usw! :'D

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    2. Okay, als Person deren Elternhaus dank Klimawandel dann eben entweder in 100 oder schon in 50 Jahren unter Wasser stehen könnte sehe ich das vielleicht etwas anders :'D
      Ja, das Klima verändert sich schon immer, aber wenn es einen persönlich betrifft (wobei ich für mich ja noch nicht mal wirklich stark davon betroffen bin) dann denkt man schon darüber nach wie man solche Vorgänge durch seinen eigenen Beitrag verlangsamen kann bzw. wie man sich darauf vorbereiten kann.

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  7. wenn ich für mich koche, gibt es kein fleisch eigentlich. Ich koche lieber Nudelgerichte mit Gemüse oder Ähnliches. Mir ist es aber witzigerweise auch in letzter Zeit aufgefallen, dass sobald ich alleine bin, absolut kein Fleisch kaufe oder zubereite... Vielleicht auch nur weil ich kein Geld hab? (darüber denke ich beim Einkaufen aber nicht nach).

    Ich bin sowieso eher der "Gemüse aus den Garten"-Typ. Es gibt nicht besseres als Tomaten aus den Garten *yummy* Die riechen dann schon so genial und ach ja ich vermiss den sommer ^^

    Ja man sieht sich am abend ^^

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  8. Ich finde mich in Deinen Worten wieder. :)
    Ich selbst möchte nicht zu viel Fleisch essen, weil ich es dann irgendwann nicht mehr mit Genuss essen kann. Ausgewogenheit und Verantwortung gegenüber der Umwelt ist wichtig, aber wie Du sagst, Pflanzen sind auch Lebewesen. Und wenn man sich seinen Fleischkonsum bewusst macht, hilft das (vielleicht) mehr - für einen selbst aber auch für die Tiere.

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  9. Ich finde jeder sollte essen dürfen, was er will. Mich nerven Vegetarier, die Kotzgeräusche machen, wenn jemand ein Wurdtbrot isst, aber genauso nerven mich Fleischesser, die einen darüber zutexten wie ungesund vegetarische/vegane Ernährung ist. Ich bin seit 5 Jahren Vegetarierin (kein Fleisch, kein Fisch, keine Gelatine) und ich lebe gut damit, aber ich schreib keinem vor, wie er zu leben oder zu essen hat. Ich will das essen, was ich will und genau so sollen das andere auch können. ALso Gratulation zum Teilzeitvegetarismus. xD

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  10. Das meiste seh ich auch so. Nur dass ich eher Teilzeitveganer bin, nur ganz selten Fleisch esse... also das letzte Mal war vor 2 Wochen oder so, weil die Rosinen im Rosinenbrot Schinken waren =_= Hat nicht geschmeckt, vor allem, wenn man voll auf Rosinenbrot steht, sich drauf freut und dann sowas salziges im Mund hat! Und davor war die Weihnachtsgans, wie der Name sagt auch länger her.

    Ich versuche, auch die Milchbestandteile wegzulassen. Eier sind für mich nicht vegetarisch. Aber manchmal oder eher oft klappts mit dem Milchkram nicht. Dann kommt plötzlich ein Mega Käsehunger. Und dann Löffeleihunger.
    Aber wenn ichs kann, ess ich eben vegan.

    Mein Vater hat inzwischen verstanden, dass ich schwierig bin und nimmt jetzt einfach an, dass ich gar nix mehr esse XD das ist viel leichter als komplett ignoriert zu werden und frikassee auf dem tisch zu finden.

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  11. "Lungenbraten" o.O WÖRGS :D

    Ich bin ja selbst Vegetarierin und ich esse nie Tofu. Am Anfang hab ichs versucht, aber es schmeckte mir entweder zu sehr nach Fleisch, oder einfach gar nicht. Dann esse ich lieber Gemüsebratlinge oder Grillkäse oder sowas. Ich hab nämlich aufgehört Fleisch zu essen, weils mir 1. nich mehr shcmeckte und 2. ich nich damit klarkam, dass da ne "Leiche" aufm Teller lag. (Fing eig. alles mit ner groben Bratwurst an^^)
    Wie ich ja selbst shcon ma in nem Post beschrieben hab, prahl ich nich groß damit rum. Ich behaupt auch nich, ich sei Tiershcützer oder sonst was. Ich mag den Geschmack nich, die Tatsache nich, dass es eben...Fleisch is und ich brauchs nich. Fertig^^

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  12. iich erinnere mich noch so gut an unsere pflanzen und vegetarismus debatte:'D

    fleisch hat aber nicht nur eine schlechte co2 bilanz sondern verbraucht uuuuunmengen an wasser(andere dinge natürlich auch wie kleidung usw.)...und ist meiner meinung nach mit schuld am welthunger...weil die viehnahrung in armen ländern en masse produziert wird und nichts überbleibt für die bauern selber(beispielsweise brasilien und sojaanbau)

    hm also ich finde es keine selbst kasterei wenn ich ersatzprodukte esse ich probiere mich da gerne durch eben weil ich kein fleisch esse und dadurch gerne auch experimentierfreudiger bin und mache das nicht weil ich den "geschmack" von fleisch imitieren will,so sehe ich es persönlich nicht:) Für mich ist das eher etwas um meine Mahlzeiten "aufzuwerten",abwechslungsreicher und nahrhafter zu gestalten
    Aber ich esse sowas auch nicht zu jeder mahlzeit sondern wenn halt grad was da ist^^

    und bewusstes einkaufen finde ich auch sehr wichtig!
    da ich noch nich für mich selbst einkaufne muss habe ich da nicht komplett die hand drauf und kann meiner mum ja nicht vorschreiben wofür sie ihr verdientes geld ausgeben soll aber wenn ich mitfahre beeinflusse ich sie schon desöfteren^^

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  13. Ich hatte auch lange Zeit eine vegetarische Phase. Nicht, weil mir die Tiere leid taten sondern einfach, weil ich kein Appetit auf Fleisch hatte... Jedoch muss ich "gestehen", dass ich derzeit das krasse Gegenteil habe. Ich könnte täglich ein Steak essen.. Ich weiß nicht was meinem Körper derzeit fehlt, dass ich so ein heißhunger darauf verspüre, aber ich werde es bestimmt nicht ignorieren und jeden Tag ein Salat essen, nur um dem Co2 Ausstoß entgegen zu wirken. Wobei es mittlerweile wieder normalität erreicht. Denn bisher hatte ich immer eine fleischarme Ernährung (also 1x die Woche Fleisch), womit ich auch am besten Leben kann. Aber ansonsten stimme ich dir absolut dem zu, was du da oben geschrieben hast.

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  14. Ich esse auch selten Fleisch, aber manchmal gibts einfach nichts besseres als ein schönes Medium-Steak, fried bacon oder eben Reispfanne mit Huhn :D
    Allgemein könnte ich mir vorstellen während des Studiums meinen Fleischkonsum einzustellen, allein schon wegen der Preise hier in Finnland...
    Allerdings kostet das Essen in der Unimensa fast nichts (ca. 2 € pro Gericht) und das wird es sicher oftmals geben.
    Ob ich vegetarisch leben könnte weiß ich nicht, vielleicht, vielleicht aber auch nicht.
    Am Ende muss jeder selbst entscheiden, wie er lebt. Ich denke, wie du auch schon gesagt hast, macht es am Ende die Masse...

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  15. Hm merke mein Augenmaß ist schlecht:'D
    Habe mal nachgemessen die Gläser sind einen halben cm dick und nicht 1 xD
    Ja die weiße ist aufjedenfall gewöhnungssache finde ich auch!:)

    Weiß gar nicht was das für Gläser in der letzten waren...
    meine Mum meinte das kommt vom falschen Brillen putzten:/

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  16. Deine Einstellung find ich absolut real!! Das einzige, was MIR am Fleischessen ethisch am Gewissen nagt, ist die schlechte Haltung unter der die meisten Schlachttiere gehalten werden... Wenn ich dann mal Fleisch esse, dann versuche (!!) ich darauf zu achten, wo das Fleisch herkommt und wie die Tierhaltung dort gegeben ist...

    Und ich bin ja auch mal froh, dass es jemand laut ausgesprochen hat, was es mit "grünem Gewissen" und dem Verzehr einer Mango wirklich auf sich hat *grinsl*

    Letzendlich muss es jeder selbst wissen, was er seinem Körper antuen möchte und was man ethisch vertreten kann zu verzehren.

    Aus diätetischer Sicht, kann ich aber nur sagen: Fleisch, vor allem das weiße Fleisch, ist sehr wichtig. Man kann zwar den Nährstoffmangel immer irgendwie ausgleichen, aber man sollte solange man noch kann, sich immer versuchen gesund zu ernähren - das heißt, von ALLEN etwas. Denn irgendwann wenn wir mal alt (und krank ?!) sind, fällt es erst wirklich auf, ob wir uns gut ernährt haben oder nicht - und dann lässt sich ein Mangel (z.B. Eisen) nur noch mit Spritzen oder Medikamenten ausgleichen.

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  17. Ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, wie ich zugeben muss, aber grad den Absatz 'wieso kasteien sich die Vegetarier selbst mit Fleischimitat' gesehen.

    Ich denk nicht, dass Vegetarier sein für viele eine Kasteiung darstellt. Viele denken vielleicht mal wieder dran, Fleisch zu essen, und als ich ein Jahr Vegetarier war, dachte ich auch wieder daran - und hab welches gegessen.
    Das war die Unterbrechung auf keinen Fall wert.
    Man verliert den Geschmack an richtigem Fleisch - zumindest ich hab das, und "Fleischimitat" schmeckt vielleicht ansatzweise ähnlich, aber im Grunde ist Tofu und ähnliches eigentlich ohne bestimmten Geschmack. Es soll nicht den Geschmack von Fleisch widergeben, sondern meines Erachtens ein wenig mehr Möglichkeit für Gerichte liefern.

    Es muss auch nicht immer die Einstellung, dass man Tiere lieb hat sein, auch nicht das schlechte Gewissen, oder die Selbstkasteiung. Wer sich für besser hält, weil er Tiere nicht isst, soll mal die Veganer fragen - und dann zu hören kriegen, was das für die Tiere bringt, nicht gegessen zu werden, da sie vorher dann doch eher mehr Schmerzen haben. Milchkühe müssen zum Beispiel während ihres Lebens 7 x schwanger werden, bevor sie sterben 'dürfen'.

    Anderer Grund: Einfach Ekel. Vor Fleisch, das in seinem eigenen Kot gelagert hat, das mit Steroiden oder so 'nem Scheiss vollgepumpt wurde.

    Allerdings kann ich das Fleischtarier - Vegetarier gefecht eh nie verstehen. Meistens hat keine Seite Ahnung von der Anderen, so kommt es mir zumindest vor.

    Wie auch immer, du hast echt hübsche Bilder von dir im Blog *~* mir gefallen die schwarzen Haare unglaublich.

    Gruß, Eff~

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    1. Oh, ich glaube du hast mich da ein bisschen falsch verstanden, wobei ich zugeben muss dass ich mit dem einen Satz nicht mal annähernd zur genüge ausgedrückt habe was ich damit meine. Ich meine, dass mir die "Tofu-Industrie" auf den Wecker geht, mit ihrem Versuch, alles möglichst Fleischähnlich zu gestalten. Dabei gehts ja sowieso nicht mal um den Geschmack (bei einigen Gerichten macht ja die Würze viel mehr aus als der Eigengeschmack des Fleisches, ein Ersatz durch Tofu kann da also wirklich geschmacklich gleichwertig sein) sondern um das Aussehen etc. Ich denke dabei an Tofu-Burger und Tofu-Würstchen, oder Tofu-Cevapcici. Wieso man sich sowas reinzieht verstehe ich halt nicht so ganz, denn wenn es zB im Sommer ans grillen geht, hat man allein mit Gemüse so viele Alternativen. ich finde solche Nahrungsmittel halt irgendwie seltsam und verstehe nicht wieso man sich sowas reinziehen wollen würde. Ich rede dabei nicht von "normalem" Tofu dass man selbst würzt und verarbeitet, sondern von diesen Fertigprodukten die es im Kühlregal gibt und die eben wirklich genau das sein wollen, was auch draufsteht: "Fleischersatz".... Und mit "kasteien" meine ich hier dieses offenbar für einige bestehende Gefühl, dass man dazugehören will, und auch ein Würstchen im Hot Dog haben will, anstatt simpel zu sagen - Hot Dog ist eben ein Fleischgericht, ist nunmal nicht. Sind ja auch ziemlich teuer diese Tofuwürstchen und co, zumindest das was es bei uns zu kaufen gibt.
      Das Wort war wohl schlecht gewählt, sorry :'D

      Ad Ekel: Und Gemüse das mit Gülle gedüngt wurde ist dann besser? ^^ Oder Pflanzen die in Monokultur wachsen, mit Pestiziden (statt Steroiden) überschüttet werden, Obst dass zur besseren optischen Erscheinung mit Wachs poliert wird, und so behandelt wird dass es extra schön glänzt...
      Die Lebensmittelindustrie ist einfach krank, und wenn man sich genauer damit beschäftigt ekelhaft, und was mich betrifft gilt das eben nicht nur für die Fleisch (und sonstige tier. Produckte) Industrie.

      Ich wollte auf jeden Fall kein "Gefecht" heraufbeschwören oder irgendjemanden hier diffamieren. Jeder soll ja so wie er will, solange man nicht "predigt" dass nur der eigene Weg der optimale ist und auch offen bleibt für andere Argumente ^^

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