Tuesday, December 2, 2014

Von Gewalt - und deren Legitimation

Sorry non-German speaking folks, I feel like this entry is better put to words in German this time. If you'd like, you can try to use google translate to get a idea on what I'm saying here.


Heute will ich mal einen Beitrag auf Deutsch schreiben - über ein Thema, das gerade in den deutschsprachigen Medien, jedenfalls in Österreich, sehr präsent ist.

Auf der Online-Version der Tagszeitung "Die Presse" veröffentlichte ein Journalist etwas, das wohl ein Kommentar zum Thema Erziehung hätte werden sollen. Der relativ kurze, sehr persönliche Einblick in seine Ansichten zur Kindererziehung erschien in der Rubrik "Familie" (hier nachzulesen) - und löste prompt einen Shitstorm aus, der sich gewaschen hat. Zu Recht - denn wer die körperliche Züchtigung eines Schutzbefohlenen (und sei es auch nur noch so "leichtes" an den Ohren ziehen oder "inszeniertes" übers Knie legen) nicht nur betreibt sondern auch noch derartig idealisiert, verklärt und noch dazu für völlig alternativenlos hält ("Totale Gewaltfreiheit in der Erziehung ist ein infantil-romantischer, militant-pazifistischer Irrglaube wie die Idee der Gewaltfreiheit in der Welt, da ändert auch das gesetzliche Gewaltverbot nichts." - dazu später mehr), und das im Jahr 2014, der braucht sich nicht groß wundern wenn diese Ansichten bei der Mehrheit der Bevölkerung so eine Reaktion auslösen. Aber das ist schlussendlich auch gut so - denn das Thema ist ein derartiges wichtiges dass ohnehin viel, viel mehr und öfter darüber geredet werden sollte. Das Thema heute ist also Gewalt.



Zu Verdanken ist die mediale Aufmerksamkeit für diese journalistische Entgleisung unter anderem auch Armin Wolf, durch den auch ich auf den Artikel aufmerksam geworden bin, als er ihn via twitter kommentierte und teilte. Später veröffentlichte er auf seiner facebook Seite noch ein sehr persönliches Statement, dass viele Menschen zum Kommentieren und Teilen angeregt hat.

Und wenn auch nicht auf facebook, so möchte auch ich meine Gedanken zu diesem Thema teilen. Gewalt, wie definiere ich eigentlich Gewalt, wer definiert das und wieso, worum geht es hier überhaupt - es gibt viele Fragen die das Thema nicht einmal grob umreißen können, denn es ist unheimlich komplex. Hier geht es nicht mehr nur nur um Kinder und Erziehung, hier geht es auch um unsere Gesellschaft als Ganzes, um unsere Bereitschaft Fehler einzusehen und uns zu ändern, und im Grunde auch darum uns als komplette Spezies weiterzuentwickeln - hoffentlich zum Positiven.

Im Grunde möchte ich drei Kernthemen ansprechen. Zunächst soll es darum gehen, wer eigentlich definiert was genau nun schon "Gewalt" ist und was nicht. Dann soll es um die Folgen von Gewalterlebnissen gehen und die Probleme die durch Legitimation von Gewalt entstehen. Zu guter Letzt dann ein paar Worte zu "uns" im Sinne einer gewaltfreien oder eben nicht gewaltfreien Gesellschaft.


Wer definiert "Gewalt" ?

Ich möchte jedem empfehlen zunächst den Artikel zu lesen, und vielleicht auch die Kommentare darunter (der Autor selbst hat die von ihm verfassten Kommentare ja leider sowohl bei seinem Artikel als auch auf facebook gelöscht), und eigentlich auch die vielen Kommentare auf facebook als Reaktion auf Herrn Wolf's Statement. Auch wenn eine überwältigende Mehrheit der Poster ebenfalls für gewaltfreie Erziehung einsteht, gibt es auch einige Kommentare die immer wieder versuchen zu relativieren, zu legitimieren - auch vom Verfasser des Artikels selbst gab es solche Wortspenden zu lesen. Manch einer meint, ihm hätte die "g'sunde Watschn" (gesunde Ohrfeige) in der Kindheit auch nicht geschadet. Einige sind der Meinung die "Gschroppen", die verzogenen Gören, auf die man heutzutage überall trifft, seine schließlich der Beweis einer gescheiterten anti-autoritären Erziehung.  Und schließlich, wer das leichte Ziehen am Ohr schon als Gewalt empfindet, ja das sei doch völlig übertrieben und der ganze Shitstorm doch viel mehr eine psychische Gewaltausübung in Form einer Hexenjagd auf den Autor.

Dem gegenüber stehen zahlreiche Kommentare, teilweise schon ganze Leidensgeschichten von Erwachsenen Menschen die auf facebook ihre sehr persönliche Geschichte teilen, davon erzählen wie sie von den Eltern mit Teppichklopfer oder Kochlöffel verprügelt wurden, wie sie "präventiv" geschlagen wurden für etwas das sie ja theoretisch hätten angestellt haben können ohne dass die Eltern es merken, oder wie sie von einem Elternteil misshandelt wurden und der andere nur tatenlos zusah.

Natürlich ist es nicht das selbe, ob ich ein Kind am Ohr ziehe oder es mit dem Gürtel verdresche. Natürlich ist es auch nicht das selbe ob ich im Supermarkt Kaugummi klaue oder einen bewaffneten Banküberfall begehe.
Und es ist auch nicht das selbe ob einem Erwachsenen in einem Affekt "die Hand ausrutscht" oder ob man systematisch körperliche Gewalt, sei es "Züchtigung" oder schlichtes "Überwältigen", an Kindern verübt.
Aber müssen wir im Jahr 2014 wirklich noch darüber diskutieren dass diese Taten allesamt einfach falsch sind? Auf ethischer, moralischer, erziehungs-psychologischer und zuletzt auch auf gesetzlicher Ebene?
Es gibt kein "falsch" und "falscher". Genauso wie es nicht "ein bisschen Gewalt", "sanfte Gewalt" oder die vom Autor proklamierte "Gewalt in homöopathischen Dosen" gibt.

Vor nicht einmal drei Wochen ist ein Kind an den Folgen einer "missglückten Strafdusche" gestorben, und wir sollen hier jetzt diskutieren welchen Ausmaß an Gewalt schon als Gewalt zu sehen ist und was nicht? Ernsthaft?

Man kann Gewalt nicht am Empfinden des Täters messen. Doch genau das passiert hier. Die Eltern sind in einer Machtposition, die Kinder sind ihnen, das liegt in der Natur der Sache, ausgeliefert. Eigentlich heißt es ja "schutzbefohlen". Wenn nun die Eltern der Meinung sind, so ein kleiner Klaps tut doch nicht weh, dann haben sie nicht verstanden dass sie nicht nur physische Gewalt ausüben, sondern auch psychische - z.B. indem sie das Kind beim "übers Knie Legen" in eine "unangenehme Situation bringen" wie es sogar der Autor selbst beschreibt. Für einige ist es offenbar völlig unvorstellbar dass dieses Gefühl der Erniedrigung negative Folgen auf die Psyche eines Kindes haben könnte. Das ist für die Erwachsenen vielleicht schwer vorstellbar, aber zu Vergleichen mit der Vorstellung der Chef lege einen übers Knie wenn er mit der eigenen Arbeit unzufrieden ist, man Fehler gemacht hat oder "trotzig" eine Gehaltserhöhung ("Ich will aber ein Eis!") gefordert hat. Ganz abgesehen davon dass man doch nur logisch nachdenken muss um zu verstehen dass das, was für einen Erwachsenen sich noch wie ein leichter Klaps anfühlt, auch rein physisch für ein viel kleineres und schwächeres 3-jähriges Kind durchaus mit mehr Schmerzen verbunden sein kann.

Jesper Juul bringt es auf den Punkt indem er sagt: "Wenn Sie eine Methode für Ihr Kind in Erwägung ziehen, sollten Sie zuerst darüber nachdenken, ob Sie diese auch bei Ihren besten Freunden anwenden würden. Wenn die Antwort ein "Nein" ist, dann ist es wahrscheinlich auch eine schlechte Idee, diese Methode bei einem Kind einzusetzen. Es sei denn, Sie gehören zu dem Teil der Erwachsenen, die noch nicht erkannt haben, dass Kinder echte Menschen sind."


Gewalt im Alltag - ganz legitim

Geht man noch weiter weg vom Thema Kindererziehung und widmet sich dem Thema Gewalt ganz allgemein, dann wird schnell klar dass das im Grunde fast schon eine Form des "victim blaming" darstellt. "Also MIR hat die Tracht Prügel nicht geschadet die mir meine Eltern ab und zu verpasst haben" - suggeriert, wenn du deswegen damals psychische Schäden davon getragen hast ist das ja wohl deine eigene Schuld. Als ob man da irgendeine Wahl hätte. Ich glaube dass jeder Mensch von so einer Behandlung im Kindesalter Schäden davonträgt. Manche sind vielleicht nicht so "sichtbar" oder so leicht auf das damals Erlebte zurückzuführen, aber ein geringes Empathievermögen und die Neigung, Gewalt als Lösung für Probleme (auch in der Kindererziehung) zu betrachten, sind für mich starke Zeichen.

Trotzdem findet man solche "victim blaming" Ansichten auch in anderen Bereichen im Alltag von Heranwachsenden und Erwachsenen. Du wirst gemobbt? Sicher bist du mit deinem Verhalten selbst schuld dass du zum Außenseiter geworden bist. Du wurdest verprügelt? Hättest du dich mal nicht mit den Schlägertypen eingelassen. Vergewaltigt? Hättest du doch besser wissen müssen, als Nachts um 3 betrunken im kurzen Rock alleine nach Hause zu gehen. Genau diese Formen der Argumentation, der Legitimation von Gewalt, findet man immer und immer wieder in unserer Gesellschaft. Und es widert mich einfach an. Es kommt mir - Armin Wolf hat es etwas eleganter ausgedrückt - einfach das kalte kotzen wenn ich solche Aussagen wie in vielen der Kommentare lese.

Nicht die Täter definieren was Gewalt ist und was nicht, sondern die OPFER. Und wenn ein Kind sagt, dass es sich unwohl gefühlt hat als es vom Papa übers Knie gelegt wurde, auch wenn es nur ein leichter Klaps war, wenn es sich erniedrigt gefühlt hat und beschämt durch diese Aktion, dann ist das zumindest eine Form der psychischen Gewalt, die beim Umgang zwischen zwei Menschen - ja auch Kinder sind Menschen! - einfach keinen Platz haben sollte.

Ich weiß schon dass eigentlich alle Eltern denken sie tun das Beste für ihr Kind. Mit Konsequenz erziehen, damit es später seine Grenzen kennt. Respekt vor anderen Menschen soll das Kind lernen. Ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft soll es später sein, und "funktionieren". Aber "funktioniert" das wirklich auf diesem Weg?
Wer ist wohl wahrscheinlicher jemand, der gegen Regeln und Grenzen rebelliert, jemand der sie erklärt bekommt und versteht, oder jemand der sie eingeprügelt bekommen hat? Jemand der die Folgen einer Handlung abschätzen kann, weil er empathiefähig genug ist zu erkennen was sie nicht nur für einen selbst sondern auch für andere bedeutet - oder jemand, der die Konsequenz seiner Handlungen anhand der Schwere der physischen Strafe abschätzen lernt? Der körperliche Schmerz lässt irgendwann nach. Die seelischen Schäden bleiben für immer.

Gewalt in der Gesellschaft

...und haben letzten Endes auch eine Konsequenz auf uns als Gesellschaft, als ganzes. Wenn wir eine weitere Generation von Kindern aufziehen, die wieder nur damit aufwachsen dass das "Recht des Stärkeren" gilt und über allem steht, in welche Richtung entwickeln wir uns da als Gesellschaft? Noch im allerbesten Fall in gar keine. 

Der Autor des Artikels denkt, alles andere wäre sowieso eine Utopie, oder wie er es beschreibt: "Totale Gewaltfreiheit in der Erziehung ist ein infantil-romantischer, militant-pazifistischer Irrglaube wie die Idee der Gewaltfreiheit in der Welt, da ändert auch das gesetzliche Gewaltverbot nichts." Der Autor schreibt auch: "Ich habe manch gewaltfrei erzogenes Kind erlebt, sie neigen zu Rücksichtslosigkeit und verbreiten oft negative Schwingungen." schreibt der Autor, und da musste ich dann wirklich lachen. Von dem Eso-Unfug über Kristallkinder halte er ja nichts, aber die negativen Schwingungen, tja, die gibt es natürlich spürbar von gewaltfrei erzogenen Kindern ausgehend. Aber dieser "Irrglaube" hat immerhin unter anderem Kinder wie mich hervorgebracht. Ja, ich kann auch manchmal launisch und egoistisch sein, verbreite sicher auch mal durch meine depressive Stimmung "negative Schwingungen". Aber das liegt ganz sicherlich nicht an meiner gewaltfreien Erziehung. 

Ich, das gewaltfrei erzogene Einzelkind (also quasi doppelt prädestiniert für ein Egomanen-Dasein) kenne trotzdem meine Grenzen, bin eigentlich als hilfsbereit bekannt, und ich weiß mich respektvoll zu verhalten wo es angebracht ist. Aber viel wichtiger als das, ich habe gelernt, selbst nachzudenken, Respekt vor meinen Mitmenschen als Konzept zu verstehen und nicht als selbstverständliches Grundrecht "der Älteren" zu sehen. Das ist nämlich auch absolut hinderlich wenn man versucht sein Kind zu einem mündigen, denkenden Erwachsenen zu erziehen - ihm Respekt "einzubläuen" statt vorzuleben.

Gewaltfrei war meine Kindheit bzw. frühe Jugend trotzdem nicht. Wie ich schon an anderen Stellen erwähnt habe, wurde ich in der Schule, vor allem in der Unterstufe im Gymnasium, gemobbt. Wieso es überhaupt dazu kam, habe ich nie so recht verstanden. Ich habe mich oft gefragt, was ich der Person getan habe, dass sie mich so hasst. Ich habe mir gewünscht, verstehen zu können was diese Person über mich denkt und wieso sie so handelt. Ich hatte gehört dass die Person wohl aus einem nicht gerade idealen Familienumfeld kam - offenbar waren die Eltern frisch geschieden oder in Scheidung begriffen. Bis heute denke ich, dass vieles von dem, was diese Person an mir "ausgelassen" hat, mit den Dingen zusammenhing, die wohl im eigenen Elternhaus vor sich gingen. Sei das nun verbale Gewalt zwischen Eltern und Kindern, oder auch nur zwischen den Eltern. Dass es am Ende mich "getroffen" hat, war am Ende vielleicht einfach nur Zufall. Weil ich auf einer Treppe, wo diese Person offenbar schon ziemlich weit unten stand, und viele emotionale Tritte "von Oben"  abbekam, offenbar noch eine Stufe weiter unten stand.

Wie kommt es dazu dass ein Kind auf solche Ideen kommt, jemanden so zu behandeln wie das bei mir damals der Fall war? Was sind die Gründe? Sicherlich ist es keine gewaltfreie Erziehung die dazu inspiriert, andere durch psychische und physische Gewalt derart zu unterdrücken. Vielmehr denke ich, dass Kinder einfach wirklich nur genau das, was sie zu Hause vorgelebt bekommen, ausprobieren, und wenn es "funktioniert" - sei es dass man sich erfolgreich durchsetzt oder einfach nur Spaß zu empfinden beginnt - dann wird es zum Verhaltensmuster. Deswegen habe ich auch ganz große Probleme mit Studien wie der hier beschriebenen, wo es um Gewaltbereitschaft im Zusammenhang mit Gewalt in Computerspielen geht. Die Studie in diesem Fall zum Beispiel hat einerseits verabsäumt eine nicht-spielende Kontrollgruppe zu untersuchen (somit kann die Änderung in der Gewaltbereitschaft über den untersuchten zeitraum zwar statistisch signifikant, aber dennoch nichts als eine non-kausale Korrelation sein), und andererseits auch offenbar nur die Gewaltbereitschaft der Kinder nach deren eigener Einschätzung untersucht, nicht aber ob diese aus einem Umfeld kommen, in dem Gewalt "vorgelebt" wird - von Eltern, Geschwistern, Schulkameraden.

Die Utopie einer gewaltfreien Welt

Man stelle sich nun vor, der Autor, der ja im eigentlichen Sinne durch die Züchtigung seines Sohnes gegen geltendes Gesetz verstößt, sowie alle gewaltbefürwortenden Eltern ziehen mit ihren "Kristallkindern" hinaus in die Welt und gründen einen eigenen Staat. Zurück bleiben nur die "militant-pazifisitischen" gewaltfrei Erzogenen und Erziehenden. Welche der beiden Gemeinschaften hat wohl bessere Chancen auf eine gewaltfreie, friedvolle Gesellschaft?

Ich glaube nicht daran das Kinder mit dem Potential zur Gewalt geboren werden. Ich glaube vielmehr dass sie, gerade in den ersten Lebensjahren, wirklich alles aus ihrer Umgebung aufsaugen wie ein Schwamm, und dazu gehören auch die Umgangsformen die Eltern ihnen vorleben. Wenn die Eltern vermitteln dass Gewalt in irgendeiner Form ein legitimes Mittel zur Problem- und Konfliktlösung darstellt, dann wird das Kind das so übernehmen. Wenn die Eltern ihre Autorität einzig und allein dadurch durchzusetzen vermögen dass sie ihr Kind schlagen, so wird es sich später auch durch Gewalt gegen andere zu behaupten versuchen von denen es sich bedroht fühlt. Nicht 100% aller so behandelten Kinder werden selbst später zu Tätern, aber genug der Kommentare zu dieser Diskussion beschreiben ein Gefühl der "Angst, so zu werden wie der Vater", einer Angst, selbst gewalttätig zu werden, weil diese Mechanismen tief verankert werden, wie so vieles was man als kleines Kind lernt und erlebt. 

Wenn also statt gegenseitigem Respekt (Eltern-Eltern und Eltern-Kind) diverse Formen von verbaler Gewalt oder psychischem Missbrauch an der Tagesordnung stehen, wird das kein einziges Kind psychisch unbeschadet überstehen. Und sei es nur, dass die Kinder dann selbst zu Tätern werden - an anderen Kindern oder Jahre später an den eigenen Kindern. Deswegen sind Aussagen wie "Also MIR hat die g'sunde Watschen damals auch nicht geschadet!" sehr vorsichtig zu genießen, und bevor man selbst sich dazu hinreißen lässt so zu denken ist definitiv eine gehörige Portion Selbstreflexion notwendig. Und da wären wir auch wieder beim Eingangsthema - nur weil man selbst etwas noch nicht als Gewalt empfindet, heißt das nicht dass es dem Opfer nicht gewaltigen Schaden zufügen kann.

Schlussendlich zeigt es, dass die Diskussion eine sehr breit gefächerte ist. Am schwersten ist sie wohl, wenn man auf Beispiele blickt, wo es bereits Täter gibt, die so tief in einer Gewaltspirale drin stecken dass man auch als "militant-pazfisitischer" Utopie-Gläubiger nicht weiß was man sagen oder tun soll, um so jemandem zu helfen, wo man sich selbst kaum noch vorstellen kann dass so ein Mensch einen normalen Beitrag zum Leben in einer Gesellschaft leisten soll. In den Kommentaren gab es auch das Beispiel von den "Gschroppen" immer wieder, die schon von Klein auf keine Manieren haben und keinen Respekt vor gar nichts. Da wurde auch viel relativiert, ein Poster brachte das Beispiel, was man denn tun solle, wenn der erwachsene Sohn seine Mutter zutiefst beleidigt und handgreiflich wird. Die Antwort liegt in der Frage selbst, oder besser gesagt darin, dass sie ganz offenbar, wenn es schon so weit kommt, viel zu spät gestellt wird. Das ist natürlich leider keine Lösung für das Problem, dass es diese Menschen gibt, die Gewalt als "Allzweckmittel" oder zumindest als Problemlösung erachten.

Man muss leider, wenn man sich selbst eine gewaltfreie Welt wünscht, sehr viel Einstecken, weil wir eben nicht in einer gewaltfreien Welt leben. Aber das ist das Los der Gewaltfreiheit, des Pazifismus. Man kann so eine Einstellung nicht "durchsetzen", nicht "erzwingen". Eine Gesellschaft verändert sich ja stetig. Und der einzige Weg Gewaltfreiheit zu erreichen oder zumindest Gewalt auf ein Mindestmaß zu reduzieren, ist Reflexion, Bildung, Empathie. Bei Eltern, bei Kindern, bei Erwachsenen. Jeder muss bei sich selbst anfangen und das Vorleben was er sich von den anderen wünscht - und für die Gesellschaft als ganzes und unsere Zukunft wünscht. Es ist also ein bisschen so wie in "Das Glücksprinzip". Wenn wir, ganz gewaltfrei, "militant-pazifistisch" und "infantil-romantisch" unsere Einstellung weiterhin vorleben, und vielleicht nur ein oder zwei Menschen zum Umdenken bewegen, haben wir schon etwas erreicht.


Damit möchte ich meinen mal wieder etwas lang geratenen Monolog zu diesem Thema beenden. Es ist mir klar dass meine Wortspenden nicht die Welt verändern, aber das ist auch gar nicht der Anspruch daran. Wer das ganze bis hierhin gelesen hat, sich seine Gedanken zu dem Thema macht - dafür bin ich schon sehr dankbar. Wer vielleicht selbst seine Haltung zu Gewalt - auch in "homöopathischen" Dosen - neu überdenkt, umso besser.

Ich habe zwar keine Kinder, bin daher kein Experte bezüglich Erziehung, aber ich war schließlich selbst einmal ein Kind (noch gar nicht so lange her eigentlich), und kann aus meiner Sicht definitiv sagen dass meine Mama in ihrem " infantil-romantischen, militant-pazifistischen Irrglauben" sicherlich nichts falsch gemacht hat!

15 comments:

  1. Ich kann deinen Eintrag mal wieder nur unterschreiben!
    Ich glaub, die Leute, die sowas befürworten, können ganz einfach nicht drüber reflektieren, sie sind wirklich nicht dazu in der Lage.
    Genauso wie viele andere völlig unlogischen Halbwahrheiten, bzw. komplett aus der Luft gegriffener Nonsens nicht aussterben, obwohl die Menschheit an und für sich immer aufgeklärter wird, und in unseren Breiten zumindest doch jeder Zugang zu ausreichender Schulbildung hat ...
    Ich fühl mich da recht machtlos ... aber andererseits kann man sich vor Augen halten, dass sich die Situation in den letzten - ich sag mal 70 Jahren schon sehr geändert hat, zu Zeiten unserer Großeltern war Kinder schlagen so normal wie Brot essen, und heute sind die Leute, die das befürworten, schon in der Minderheit.
    Selbstverständlich ist jeder einzelne, der Gewalt, erst recht gegenüber Kindern, für irgendwie zielführend hält, einer zu viel!
    Aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben, dass auch diese Mentalität irgendwann ausstirbt...

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  2. Ich würde eine absolut gewaltfreie Zukunft nicht unbedingt als Utopie bezeichnen, vielmehr als Dystopie. Denn um das zu erreichen, müsste man die Raubtiernatur des Menschen komplett verleugnen und seine animalischen Triebe inkl. sämtlicher auch nur ansatzweise negativen Gefühlsregungen (Wut, Hass Neid, Eifersucht, Gier, Geltungsbedürfnis etc.) aktiv unterdrücken (z.B durch Medikation) , bzw. über Generationen hinweg "wegzüchten". Ich halte es durchaus für möglich, aber nicht für sonderlich erstrebenswert, da die allgemeine Freiheit, der Individualismus und das Recht auf Selbstbestimmung dadurch stark eingeschränkt, wenn nicht sogar aufgegeben werden müssten. Außerdem muss es eben bewusst herbeigeführt, künstlich erschaffen werden, da es nunmal der Natur, oder besser dem intuitiven Verhalten der meisten Menschen widerspricht. Eine vollkommen gewaltfreie Welt - so wünschenswert es auch erscheinen mag - ist ein Extrem, das nicht existieren darf und von selbst auch nicht existieren kann.
    Grundsätzlich finde ich: Wer Gewalt ausüben will, soll das auch tun können, solange er keine Unschuldigen/Unbeteiligten damit hineinzieht/verletzt. Wenn es etwa unter der Voraussetzung der gegenseitigen Einvernehmlichkeit geschieht, spricht absolut nichts dagegen. (So wär' ich dafür, dass man beispielsweise alle militanten religiösen Fanatisten auf eine Insel packt, auf der sie sich bis in alle Ewigkeit gegenseitig ausrotten können, ohne jemand anderen damit zu stören.)
    Wenn man allerdings aus einer Machtposition heraus auf jemanden Gewalt ausübt, der dieses Einverständnis nicht geben kann/will, sieht die Sache wieder ganz anders aus, vor allem bei Kindern.
    Doch wo und wie setzt man da am besten an? Es beginnt doch schon, wenn das (Klein-)Kind etwas will, aber nicht bekommt. Aus eigenem Impuls fangen viele Kinder damit an, mit den Füßen zu strampeln und den Armen und Händen herumzuflegeln, einfach weil sie's können. Sofern die Eltern nicht wahre Zen-Meister sind und sich gegenüber dem Kind in ausnahmslos jeder Situation permament im Griff haben (also auch nach insgesamt nur 3 Std. Schlaf in 2 Nächten, neben Arbeit, Einkauf, Verwandtschaft, Freunden, der Wäsche und dem restlichen Alltag), wird auf die Schnelle vorwiegend auf 2 Arten reagiert:
    1. Das Kind bekommt eben, was es will, damit schnell Ruhe ist.
    2. Die Eltern werden laut und das Kind wird etwas fester gepackt und schlafen gelegt/auf's Zimmer geschickt/auf die "stille Treppe" gesetzt oder was auch immer. Vielleicht auch noch unter weiterer Gewaltandrohung ("Wenn jetzt nicht gleich Ruhe ist, aber dann ... .") und Geschimpfe, worauf dann auch oft schnell Stille herrscht.
    Beides suggeriert dem Kind schon sehr früh im Leben, dass man mit so ziemlich jeder Art von Gewalt, selbst wenn es sich lediglich um die verbale Durchsetzung von Authorität handelt (welche aber so oder so nur durch erzeugte Angst vor Konsequenzen stattfinden kann), schneller bekommt, was man will, wenn man sie bloß effektiv genug einsetzt. Später beginnt dann das Ausloten der Grenzen. Und wenn ich mir die Dummheit vieler "Erwachsener" ansehe, die Dinge noch immer nicht glauben und Gefahren nicht erkennen, bis es zu spät ist, dann frage ich mich, wie man von einem Kind erwarten soll, ohne die Erfahrung der schmerzhaften Konsequenz, die Finger von der Herdplatte zu lassen.
    [1/2]

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    1. [2/2]
      Antiauthoritäre Erziehung gut und schön, doch keine Gewalt ist auch keine Lösung. In vielerlei Hinsicht müssen sich Menschen immer erstmal brutal "verbrennen", bevor sie begreifen und dazulernen können. Nicht falsch verstehen! Ich spreche mich hier nicht für Gewalt gegen Kinder aus, und sei's auch "nur" die Ohrfeige. Doch man muss ihnen den Umgang mit Gewalt lehren und ihnen ihre Konsquenzen aufzeigen/erfahren lassen - sie ist nunmal ein Teil von uns, ob uns das jetzt gefällt oder nicht. Den Versuch eines grundlegenden Gewaltverzichts halte ich für falsch. Denn das wäre, als würde man sie vor der heißen Herdplatte nichteinmal warnen und auch kein Wasser bereitstellen. Man kann sie ohnehin nicht ewig beschützen, und früher oder später geraten sie an Menschen, an denen sie sich "verbrennen", und sie sollten möglichst von klein auf schon darauf vorbereitet werden.
      Leider hab' ich keine Ahnung, wie das funktionieren soll.
      ...
      Woah. Ist ja doch einiges geworden. x_x
      In meinem Kopf war das nicht so viel Text. óO ... aber in meinem Kopf erfgibt's auch Sinn, also von da her... XD
      Müde. Muss schlafen. ~.~

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    2. So, jetzt habe ich auch endlich mal die Zeit und Muße gehabt meine Gedanken zu ordnen und dir zu antworten. Also, zunächst mal:
      "(...) seine animalischen Triebe inkl. sämtlicher auch nur ansatzweise negativen Gefühlsregungen (Wut, Hass Neid, Eifersucht, Gier, Geltungsbedürfnis etc.) aktiv unterdrücken (z.B durch Medikation)" halte ich für eine Übertreibung, denn niemand redet davon, alle negativen Emotionen irgendwie auszuschalten. Das geht schlichtweg nicht (ohne Medikation oder vielleicht Konditionierung). Darum geht es aber auch nicht. Wenn du das so sagst, erweckt es den EIndruck dass du der Meinung bist dass Wut, Hass, Neid und Eifersucht NUR durch Gewalt ausleben könne, und das stimmt einfach nicht. Meiner Meinung nach ist ein psychisch gesunder Mensch nicht jemand der diese Emotionen nicht empfindet, sondern jemand der weiß wie er sie richtig verarbeiten kann ohne anderen zu schaden. Ich beneide auch viele Leute um Dinge, aber deswegen wende ich mich nicht auf destruktive Weise gegen sie, indem ich ihnen etwas antue, sie sabotiere oder ihr Hab und Gut zerstöre. Man kann auch Hass empfinden, und trotztdem "drüberstehen" und der Person gegenüber nicht gewalttätig werden, sondern versuchen die Probleme die man mit der Person hat anders zu lösen oder ihr möglichst aus dem Weg zu gehen.
      "Wenn es etwa unter der Voraussetzung der gegenseitigen Einvernehmlichkeit geschieht, spricht absolut nichts dagegen." Für mich ist das etwas völlig anderes. Wenn zwei Boxer sich in den Ring begeben ist das für mich absolut okay, zwar nichts was ich selbst besonders spannend oder toll finde, aber es ist ein Sport den viele Leute mögen, ebenso wie Motorsport. Gerade Kampfsport ist ein gutes Beispiel, da geht es bei den asiatischen Kampfsportarten ja auch sehr viel um Selbstbeherrschung und Disziplin. Genauso gibt es Menschen die "drauf stehen" wenn man ihnen Schmerzen zufügt - ohne Frage eine absolut legitime Neigung die niemand verbieten wollen würde, denke ich (außer vielleicht die Briten mit ihren neuen Porno-Gesetzen). Für mich inkludiert der Begriff "Gewalt" eigentlich schon dass eine Partei aus einer Machtposition der anderen gegenüber heraus agiert. Wörter wie "Übergriff", "missbrauch", und dergleichen sprechen da mMn ohnehin schon eine Sprache die andeutet dass die davor aufgezählten Formen von körperlichem, sagen wir mal, "Austausch", nicht damit gemeint sind. Und deswegen sehe ich da auch einen riesen Unterschied.

      Dein beispiel von dem trotzigen Kind das strampelt ist natürlich eines dass man auch im Alltag öfter mal sieht, und in solchen Situationen ist man sicherlich als Elternteil leicht überfordert. Aber, und das ist der wichtige Punkt, man muss sich auch bei kleinen Kindern nicht in seiner Autorität "durchsetzen", sei es durch verbale Gewalt oder körperliche. Hier beschreibt eine Mutter wie sie selbst mit solchen Situationen umgeht, und wenn man das von Anfang an so macht scheint es auch recht gut zu funktionieren. Klar verliert man auch mal die Nerven in so einer Situation und kann eben nicht abwarten bis das Kind sich ausgesponnen hat. Aber ich denke das aller, aller wichtigste was man als Eltern gegenüber seinen Kindern haben muss ist Geduld. Gerade die Eltern die meinen ihr Kind "strapaziert ihre Geduld" und ist immer so schlimm usw. sind meiner Erfahrung nach die, die ohnehin schon mit extremer Autorität versuchen ihr Kind zu "disziplinieren" und nicht mit erklären (warum man etwas nicht kann/darf/soll). Natürlich gibt es mit Laissez-Faire auch das andere Extrem, das ich aber für genauso unsinnig halte, denn die Eltern müssen für die Kinder da sein und ein Vorbild sein, die Regeln nach denen die Gesellschaft funktioniert erklären und im Endeffekt das was dem Kind an Lebenserfahrung noch fehlt, vermitteln.

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    3. "dann frage ich mich, wie man von einem Kind erwarten soll, ohne die Erfahrung der schmerzhaften Konsequenz, die Finger von der Herdplatte zu lassen." Man muss es ja auch nciht "erwarten" dass das Kind das von selbst weiß, wie denn auch? Aber wenn es die Eltern beim Kochen sieht, und dann vielleicht versucht den Topf zu berühren oder die Herdplatte, natürlich würde man da Eingreifen und verhindern dass das Kind dranpatscht nur damit es seine Lektion lernt, oder? Dann kann man es aber auch nicht dabei belassen zu sagen "Du darfst da snicht anfassen!" sondern würde sagen "Du musst aufpassen, das ist heiß!" und das kann ein Kind auch mit 2 oder 3 Jahren sehr wohl schon verstehen (zumal man die Hitze ja auch schon spürt bevor man wirklich hingefasst hat).

      Wie gesagt, ich rede NICHT von antiautoritärer Erziehung wie sie gemeinhin verstanden wird - Laissez-faire, das Kind weiß es selbst schon am Besten, es soll mal machen und ich lehne mich zurück und schaue zu. Das KANN nicht funktionieren weil so ein kleiner Zwerg ja noch einen sehr eingeschränkten Horizont hat, vielleicht gerade mal beginnt sich selbst als "Person", als "ich" wahrzunehmen (hängt dann oft mit der Trotzphase zusammen - wenn Kinder beginnen statt ihrem Namen sich selbst als "ich" zu bezeichnen wollen sie auch plötzlich selbst entscheiden was sie morgens anziehen und Abends essen).

      " Doch man muss ihnen den Umgang mit Gewalt lehren und ihnen ihre Konsquenzen aufzeigen/erfahren lassen - sie ist nunmal ein Teil von uns, ob uns das jetzt gefällt oder nicht. Den Versuch eines grundlegenden Gewaltverzichts halte ich für falsch. Denn das wäre, als würde man sie vor der heißen Herdplatte nichteinmal warnen und auch kein Wasser bereitstellen. Man kann sie ohnehin nicht ewig beschützen, und früher oder später geraten sie an Menschen, an denen sie sich "verbrennen", und sie sollten möglichst von klein auf schon darauf vorbereitet werden."

      Ja aber du kannst doch nicht ernsthaft verlangen dass man das Kind an der Hand nimmt und ihm die Hand auf die heiße Herdplatte legt damit es lernt dass das heiß ist, oder? Klar gibt es Gewalt "in der größen bösen Welt da draußen" aber umso wichtiger ist es, dass das Kind in der eigenen Familiel, bei den eigenen Eltern, immer Rückhalt bekommt und Geborgenheit erfährt. Eine Gewalterfahrung durch die Eltern ist keine Vorbereitung auf Gewalterfahrungen durch Dritte, stattdessen nimmt man dem Kind dadurch eine von vielen Möglichkeiten wie es mit Gewalt umgehen kann (sich schutzsuchend an die Eltern zu wenden). Ein Kind dass zu Hause geschlagen und dann von einem vielleicht fremden Menschen missbraucht oder misshandelt wird - denkst du das Kind wird sich vertrauensvoll an die Eltern wenden?
      Kinder können sehr wohl auch verstehen was Gewalt ist und was sie anrichtet, ohne sie direkt erfahren zu müssen. Man muss sich ja auch nicht erst beide Beine brechen oder die Schulter ausrenken um sich vorzustellen dass das weh tut. Das wichtigste ist aber eben mMn dass Kinder lernen das Gewalt keine Lösung für irgendwelche Probleme ist, und kein Mittel um sich durchzusetzen. Viele Eltern nutzen ihre Machtposition doch nur, weil es einfacher ist als ein gutes Vorbild zu sein. Das Kind soll sich brav die Zähne putzen, ja dann am Besten doch gleich gemeinsam mit dem Kind zähneputzen und mit gutem Beispiel voran gehen. Das Kind soll zwischen den Mahlzeiten nichts naschen - dann hilft es definitiv nicht wenn es die Eltern zu Schokoriegel oder Chipstüte greifen sieht. Und wenn die ELtern mit Gewalt durchsetzen was sie von dem Kind wollen, dann wird das Kind genau das auch auf seine Spielkameraden und Mitschüler anwenden, und wir befinden uns erst recht in einer Abwärtsspirale aus Gewalt, in der es immer mehr und mehr Opfer gibt, und and deren Anfang schlichtweg die Eltern stehen.

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    4. ewalt völlig "abschaffen", das geht natürlich nicht. Es wird immer Situationen und Menschen geben, wo bzw gegen die man sich wehren muss. Auch das kann man einem Kind beibringen, ohne ihm selbst Gewalt antun zu müssen.

      Ich kenne einige Beispiele für Kinder die gewaltfrei erzogen wurden und aus denen auch keine "Gfrasta" wurden die ihren Eltern auf der Nase rumtanzen. Eben weil sie durch respektvollen Umgang der Eltern und deren Vorbildwirkung gelernt haben, was "richtig" und was "falsch" ist. Ich bin selbst auch nie von meiner Mutter geschlagen worden, und verstehe trotzdem Regeln, Gesetze und Gebote und kann mich einer Autorität in sinnvollem Maße unterordnen, wie zB einem Chef oder einer Lehrperson. Und wenn ich jetzt tehoretisch das Opfer von Gewalt werde, würde es mir sicherlich mehr Helfen, eine Kampfsportart oder Selbstverteidigung zu beherrschen, als auf die Erfahrungen zurückzugreifen als Kind von meiner Mutter geschlagen worden zu sein.

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    5. "Wenn du das so sagst, erweckt es den EIndruck dass du der Meinung bist dass Wut, Hass, Neid und Eifersucht NUR durch Gewalt ausleben könne, ..."
      Nein, ganz bestimmt nicht, aber sie sind welche der Hauptauslöser. Und sehr viele Menschen verfügen dahingehend über eine sehr niedrige Toleranzgrenze, bzw. haben sie's generell nicht so mit der Selbstbeherrschung, wobei sicherlich nicht nur die Erziehung, sondern auch die Genetik eine Rolle spielt.

      "..., man muss sich auch bei kleinen Kindern nicht in seiner Autorität "durchsetzen", sei es durch verbale Gewalt oder körperliche."
      Stimmt, man MUSS NICHT. Doch auch hier gibt es die teils sehr beschränkte Aufnahme-/Lernfähigkeit und die niedrige Toleranzgrenze vieler Menschen zu berücksichtigen, die eben nicht anders können, weil sie's nie anders gelernt haben. Sich in den Griff zu bekommen erfordert außerdem Arbeit und den Willen an sich zu arbeiten, und nicht zuletzt braucht es Zeit und ein gewisses Maß an kognitiven Fähigkeiten (z.B. um überhaupt einzusehen, dass mit einem was nicht stimmt). Alleine schon Letzteres weist definitiv nicht jedes Elternteil auf, was die anderen Punkte von Grund auf blockiert. (Sätze wie "Erzähl' mir nicht, wie ich mein Kind zu erziehen habe." kommen in den Sinn.)

      "Eine Gewalterfahrung durch die Eltern ist keine Vorbereitung auf Gewalterfahrungen durch Dritte, ..."
      Ja, und so habe ich das auch nicht gemeint. Ich meinte eher das hier: "Gewalt völlig 'abschaffen', das geht natürlich nicht. Es wird immer Situationen und Menschen geben, wo bzw gegen die man sich wehren muss. Auch das kann man einem Kind beibringen, ohne ihm selbst Gewalt antun zu müssen." ... nur waren meine Worte anscheinend etwas falsch gewählt. ^^

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  3. Gewalt gegenüber Kindern ist nicht zu tolerieren und gehört auch bestraft. Das ist gut so. Es kann nicht sein, dass Menschen (dieses Wort trifft für diese Subjekte eigentlich gar nicht zu) ihre Kinder krankenhausreif prügeln. Es ist wie du richtig schreibst auch eine andere Sache, wenn einem nach zum Beispiel 23 Stunden durchbrüllen einfach die Nerven durchgehen und einem „die Hand ausrutscht“. Ist zwar auch zu verurteilen, aber kein Mensch ist perfekt. Was mich aber so an dieser Diskussion in den sozialen Netzwerken stört, sind diese ganzen Meinungen und herablassenden Kommentare von Menschen die keine Kinder haben. Die schlicht und ergreifend vom Thema und den Problemen von Eltern keine Ahnung haben. Es ist schon klar, dass jeder seine Meinung schreiben kann und auch darf, aber dann sollte man auch bitte keinen Schwachsinn schreiben und jeden vorverurteilen. Da du auch den guten Herrn Wolf erwähnt hast, kann ich dazu nur sagen, dass dieser feine Herr auch nicht so heilig ist wie er sich immer darstellt und das weiß ich aus sehr zuverlässiger Quelle. Eine gewaltfreie Gesellschaft ist und wird vermutlich auch immer eine schöne Illusion bleiben. Das Problem dabei ist, dass es immer Menschen gibt, die gewalttätig sind und diese dominieren dann alle anderen. Gewalt ist allgegenwertig und wenn man nicht darauf gefasst ist, wird man gnadenlos unterdrückt.
    Abschließend möchte ich noch sagen, dass es sehr wichtig ist, sich mit so einem Thema auseinanderzusetzen und der Artikel in der Presse schon sehr in die falsche Richtung tendiert.

    Ganz liebe Grüße

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    1. Ich kenne Armin Wolf nicht persönlich und kann mir da auch kein Urteil erlauben, ich finde nur seine Entscheidung über seine Kindheit zu schreiben bewundernswert, und dass er offenbar eben die Konsequenz daraus gezogen hat dass er die "Gewaltspirale" wie man sie auch in dem von ihm geposteten Bild sieht, nicht fortsetzt.

      Ich hab ja selbst auch keine Kinder, aber ich verstehe die Frustration die man wohl als Eltern empfindet wenn meinem ständig irgendwer, vor Allem selbst kinderlose Menschen, erklären wollen was man richtig oder falsch macht. Aber ich denke gerade bei diesem Thema geht es eben nicht nur um die Sicht der Eltern sondern auch die der Kinder, und Kinder waren wir ja alle Mal. Ich wollte jedenfalls nicht den Eindruck erwecken dass ich jemanden vorverurteile, oder jemandem erklären was er zu tun und zu lassen hat. Ich wollte nur aus meiner Sicht darstellen warum ich denke dass Gewalt in der Erziehung auch langfristig und im weiteren Sinne für uns als Gesellschaft nicht zielführend ist.

      Natürlich ist die komplett gewaltfreie Gesellschaft eine Utopie. Aber wie bei Allen Dingen gibt es Menschen die sich, sei aus Not, Neid oder Trotz heraus nicht an Gesetze und Regeln halten können, wollen, was auch immer. Wichtig ist dass die Gesellschaft bzw auch der Staat als Institution die "Schwächeren", die sich an die Regeln halten, vor denen Schützt die sie brechen. Rein "auf dem Papier" müssten wir ja eine gewaltfreie Gesellschaft sein, denn vom Gesetz her sind diese Dinge (Züchtigung von Kindern oder Ehefrau, Gewalt gegenüber Schutzbefohlenen und Körperverletzung) ja sowieso verboten. Nur leben wir in einer Gesellschaft die leider gerne mal wegschaut wenn etwas passiert, oder etwas als "dummen Jungenstreich" abtut, oder eben Gewalt an Kindern "in homöopathischen Dosen" dann doch legitimiert. Ich kenne einen Fall von einem 13-jährigen Jungen der in der Schule gemobbt wurde, mit dem Ergebnis dass er so fest gestoßen wurde dass er mit dem Hinterkopf gegen einen Heizkörper fiel und mit Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. Die Schule war dermaßen bestrebt dass unter den Teppich zu kehren, anstatt das aufzuarbeiten und Probleme langfristig zu lösen, dass im Endeffekt die Mutter erst verständigt wurde als ihr Kind schon längst im KH war. Mit der Rettung mitgefahren ist auch niemand. Im Endeffekt hat das Kind dann die Schule gewechselt, weil die Schule sich erfolgreich geweigert hat das ganze aufzuarbeiten und irgendwie zu lösen, zB durch Mediation in der Klasse.
      Natürlich ist es eigentlich in der Schule schon viel zu spät um Kindern, die Gewalt als legitimes Mittel sehen sich durchzusetzen, beizubringen dass es eben nicht okay ist. Aber wegschauen und die Opfer von solchen Aktionen quasi ignorieren - DAS ist das was mich wirklich aufregt.
      Deswegen, weil es zB noch immer viele Leute gibt, die meinen "Mobbing ist doch gar nicht so schlimm" oder die meinen "Ja die Kinder prügeln sich halt gerne, lass sie doch" (vielleicht will eines der Kinder das aber gar nicht und wird trotzdem verprügelt?), Eltern die nicht damit umgehen können oder wollen wenn ihnen der Lehrer sagt ihr Kind habe ein anderes geschlagen, Lehrer die gar nicht in der Lage sind konsequenzen aus so einer Situation zu ziehen und überhaupt irgendwie einzugreifen, und ganz generell Menschen die Gewalt für ein normales Mittel für den Ausdruck ihrer Meinung und ihrer Emotionen halten - deswegen gebe auch ich meinen Senf dazu und versuche ein bisschen zum Nachdenken anzuregen und die Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken.

      Wie dem auch sei - jedenfalls vielen Dank für deinen Kommentar! :)

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    2. Falls hier vielleicht der Eindruck entstanden ist, dass ich jetzt dich mit den "kinderlosen" Kommentaren meine, muss ich das gleich richtig stellen. Deinem Post stimme ich zu 100% zu. Ich habe mich auf diverse Facebook- und Twitterkommentare bezogen, die schon schwer an der Grenze waren. Das Thema Mobbing ist auch ein ganz ein wichtiges und das sage ich nicht nur als Betroffener, denn ich hatte es in der Schule wirklich sehr schwer. Das war wirklich eine harte Zeit, aber ich bin der Meinung, dass ich dadurch auch irgendwie stärker geworden bin. Ich habe gelernt, dass man manchmal kämpfen muss, um nicht unterzugehen. Man darf sich nicht alles gefallen lassen. Weder psychisch noch physisch. Ich weiß nur eines. Wenn mein Kind einmal in der Schule gemobbt werden sollte, werde ich ihm dabei helfen und nicht einfach wegschauen. Was wäre es für eine schöne Welt ohne Gewalt. Ich wünsche allen Menschen ein schönes und gewaltfreies Leben.

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    3. Oh, verstehe! Na ich kann mir schon denken dass es als Eltern ziemlich mühsam ist dass einem von allen Seiten jemand versucht zu erklären wie man die Dinge richtig zu machen hat, daher kann ich es verstehen, aber ich bin natürlich froh dass das dann ein Missverständnis war und du nicht mich gemeint hast ^^"
      Was Mobbing betrifft... so wünsche ich deinem Lind natürlich dass es niemals in die Situation kommt. Und wenn es doch so sein sollte, dann hoffe ich dass es bis dahin endlich nicht mehr so ein "Schattdaseins-Thema" in unserer Gesellschaft ist, und dir auch als Elternteil der helfen will nicht auch Steine in den Weg gelegt werden!
      Es wäre wirklich eine schöne Welt, das glaube ich... deshalb werde ich auch immer weiter versuchen mein Leben so zu leben :) Und dadurch hoffentlich insgesamt die Welt ein kleines bisschen besser zu machen ^^

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  4. Endlich hab ich die Zeit gefunden, deinen Beitrag zu lesen, das Thema ist für mich auch ein sehr wichtiges.
    Ich kann dir nur zustimmen, ich finde den Artikel dieses Menschen sehr erschreckend. Wenn Menschen so etwas äußern, frage ich mich immer, ob sie sich nicht selber einmal in diese Situation hinein gedacht haben.
    Ich selbst wurde nicht gewaltfrei erzogen, im Gegenteil. Körperliche Gewalt kam nicht so häufig vor, aber die psychische Gewalt war immer präsent bei uns zuhaus. Meine Mutter hat über mich 'geherrscht', ihrer Gewalt ausgesetzt zu sein war schrecklich.
    Warum verstehen diese Menschen nicht, wie schrecklich es ist, wenn jemand über einen selber herrscht? So kann man sich nicht selbstständig entwickeln, egal in welchem Bereich. Ich sehe es an mir selber, viele Dinge habe ich nachgeholt, als ich endlich zuhause ausgezogen war. Erst dann konnte ich selber entscheiden, was ich mache, was mich interessiert, was ich anziehen oder essen will.
    Die Behauptung, das Gewalt in der Erziehung dem Kind nicht schadet, ist einfach unverschämt. Die Kindheit prägt einen, für den Rest seines Lebens, das kann man auch nicht mehr ändern. Wenn die Basis da ist, ist sie da, darauf wird nur noch aufgebaut, aber man kann nicht später einfach einen Baustein von ganz unten löschen oder ersetzen.
    Ich habe heute noch Angst, wenn Menschen lauter werden, wenn sie sich aufregen, sich streiten oder mich anschreien. Es ist pure, tiefsitzende Angst - und das ist nur eine Sache, die ich nie wieder ablegen kann. Die Befürworter vom berühmten 'Klaps' sagen dann 'ach stell dich nicht an, du weißt doch das sie dir nichts tun'. Wenn man als Kind aber dadurch erfährt, das in diesem Augenblick sich entscheidet, was deine Mutter mit dir anstellt und du nicht die geringste Ahnung hast, ob du morgen nochmal die Sonne aufgehen siehst, dann braucht man einem nicht mit 'du weißt doch..' kommen.
    Ein Kind weiß nicht was passiert. Wie du sagtest, es ist abhängig, den Eltern 'ausgeliefert'. Es kann sich nicht wehren, denn es braucht seine Eltern und das nicht nur für die allgemeine Versorgung wie Essen und Kleidung. Jeder hat das tiefe Bedürfnis eine Mutter und einen Vater zu haben und um das zu bekommen, machen Kinder sehr viel, sie schaden sich sogar selber, reden sich Dinge schön, wer will schon freiwillig einen Elternteil aufgeben? Für mich ist das Ausnutzung von Bedürfnissen, Erpressung.
    Das allein der Täter 'wissen' will, welches Maß an Gewalt ok ist und was nicht, ist auch unverschämt. Meine Mutter hat mir zum Beispiel das Essen reingeprügelt, wenn ich nicht essen konnte. Für sie war das völlig legitim, damit ich ernährt werde und nicht verhungere. Für mich war es die Erfahrung, das allein meine Mutter das Recht über meinen Körper hat und was sie will, ist Gesetz. Für sie war es eine gute Sache, wofür ich dankbar sein sollte, sonst wäre ich ja 'vielleicht verhungert'. Für mich ist es eine traumatische Sache und ich werde dieses Thema nicht los.
    In solchen Familien ist es ja nicht so, das es nur eine einmalige Sache ist, es zieht sich die ganze Kindheit durch, also maximal 18 Jahre. All die Jahre nach dem Willen und den Gesetzen einer anderen Person zu leben könnte man auch als völlige Unterwerfung oder Gehirnwäsche bezeichnen. Da kommen aber wieder die Befürworter und sagen 'ja aber als Mutter/Vater weiß man, was das bessere für das Kind ist'. Stimmt eben nicht. Die Politiker wissen ja auch nicht, was besser für mich ist.
    --->

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    1. Und auch hier muss ich dir zustimmen: viele haben noch immer nicht begriffen, das Kinder eigenständige Wesen sind, die durchaus in der Lage sind, für sich selbst zu entscheiden, ihre kognitiven Fähigkeiten entwickeln sich zwar noch, aber dennoch können sie je nach Entwicklungsstand vieles selber entscheiden.
      Manchmal hab ich das Gefühl, das diese 'gewaltbereiten' Eltern ihre Kinder in eine ganz bestimmte Form drücken wollen. Wenn der Papa will, das sein Sohn zum Fußballverein gehen soll, dann muss er da hin, auch wenn der Junge viel lieber malt und sich musisch beschäftigt. Die Interessen des Kinder zählen nicht, sie werden sogar als 'Schande' angesehen. So erhält das Kind nie Bestätigung für Dinge, die es gerne tut und so wird es gezwungen, den Wünschen der Eltern zu entsprechen, nur um Anerkennung zu erhalten.

      Ich finde es gut, das du einen so ausführlichen Beitrag geschrieben hast, viele bagatellisieren diese Angelegenheit. Für mich persönlich finde ich auch die zweite Seite, die psychische Gewalt, noch immer viel zu unbeachtet. Mittlerweile führe ich darüber einen Blog, ich denke mir oft, das viele Menschen nicht einschätzen können, was Kinder sich in bestimmten Momenten denken und was es für Folgen haben kann. Falls du einmal vorbeischauen und dich austauschen möchtest, hier der Link:
      http://schattenleben-geschwisterkind.blogspot.de/

      Danke das du einer der Menschen bist, der seine Meinung kund gibt, vielleicht sind wir eines Tages in der Überzahl....

      Liebe Grüße
      Kira

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    2. Hallo Kira!

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!
      "Manchmal hab ich das Gefühl, das diese 'gewaltbereiten' Eltern ihre Kinder in eine ganz bestimmte Form drücken wollen." - absolut, da stimme ich zu! Ich hatte als Mediatorin an meiner Schule mal einen Fall... wir haben immer Erstklässlerbetreuung gemacht, also sind ca 1x im Monat in die ersten Klssen (fünfte Schulstufe) gegangen und haben mit ihnen geredet, gebastelt, gespielt etc. und versucht ihnen Konfliktlösungsstrategien beizubringen und Konflikte früh zu erkennen. Ein paar Mädchen aus einer Klasse sind dann mal zu uns gekommen und haben uns erzählt dass ein Mädchen lauter blaue Flecken habe, das haben sie im Turnunterricht beim umziehen gesehen. Wir konnten dass dann an die Lehrer weitergeben und ein Sozialarbeiter wurde eingeschaltet... es stellte sich heraus dass das Mädchen von den Eltern geschlagen wurde weil sie schlecht in der Schule war. Sie waren erst vor einem Jahr von den Philippinen nach österreich gezogen und das Kind konnte noch nicht so gut Deutsch und hatte daher natürlich Schwierigkeiten an einem Gymnasium mitzuhalten. Die Eltern wollten aber unbedingt dass das Kind auf ein Gymnasium geht, und nicht etwa auf eine Hauptschule - dabei könnte sie zB nach der Hauptschule genauso auf eine Schule gehen wo sie Matura (Abi) macht, nur wären die ersten 4 Jahre für sie vielleicht leichter als an einem Gymnasium...
      Dieses Erlebnis hat mir aufgezeigt was für ein Irrsinn in den Köpfen mancher Eltern offenbar vorgeht. Natürlich will man das Beste für das eigene Kind, und man will ihnen "mehr bieten als man selbst hatte". Aber bei manchen Eltern scheint dieser Gedanke komplett überhand zu nehmen und es geht gar nicht mehr um das Kind, sondern um das "Produkt" dass nach 18 Jahren Erziehung und Bildung bei all dem herauskommen soll.
      Ich habe deinen Blog gelesen und muss sagen, ich bin sehr berührt und auch entsetzt was du alles durchmachen musstest. Ich hoffe du findest deinen Weg trotz allem was dir widerfahren ist und kannst das Erlebte verarbeiten! Danke nochmal für deinen Kommentar und deine Zustimmung, das bedeutet mir sehr viel!

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    3. Hallo Varis,
      genau das ist auch mein Gedanke... In der heutigen Gesellschaft geht es nur noch um das 'höher, besser, weiter' und viele Eltern wollen dann das 'perfekte' Kind haben.
      Ich danke dir für deine Teilnahme, mit anderen über solche Dinge zu reden hilft bei der Verarbeitung, es gibt einem neue Blickwinkel.
      Liebe Grüße

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